Eschweiler über Feld: Ortsumgehung könnte bis 2015 Realität werden

Eschweiler über Feld: Ortsumgehung könnte bis 2015 Realität werden

In den Bau der seit Jahrzehnten von der Bevölkerung geforderten Ortsumgehung Eschweiler über Feld kommt allmählich Bewegung.

Nach Abschluss des Linienbestimmungsverfahrens hat der Landesbetrieb Straßen NRW nun einen ersten Planentwurf vorgelegt, als Grundlage für das nun anstehende Planfeststellungsverfahren.

Der Hauptausschuss nahm am Donnerstagabend erfreut zur Kenntnis, dass die auch vom Gemeinderat favorisierten ortsnahe Lösung auf der ehemaligen Kreisbahntrasse umgesetzt werden soll.

Berechnungen hatten ergeben, dass diese Lösung nicht nur die kostengünstigste ist, sondern unter Einbeziehung eines Lärmschutzwalls zur Ortschaft hin auch die mit der geringster Lärmbelästigung für die Anwohner.

Aus Richtung Girbelsrath kommend soll die L263 in nördlicher Richtung um Eschweiler über Feld herumgeführt, mit einem Kreisverkehr an die L327 angebunden werden und unmittelbar hinter der Wohnbebauung wieder auf die bestehende Trasse Richtung Ollesheim/Nörvenich zurückkehren. Die Kosten für das 1,5 Kilometer lange Teilstück werden derzeit mit rund 1,65 Millionen Euro kalkuliert, den noch erforderlichen Grunderwerb eingerechnet.

Die Finanzierung durch das Land NRW vorausgesetzt, könnte die Maßnahme bis zum Jahr 2015 umgesetzt werden. Zumindest ist die Ortsumgehung Eschweiler über Feld im Landesstraßenbedarfsplan mittlerweile in der höchsten Prioritätenstufe angesiedelt und sollte demnach binnen der nächsten vier Jahre zumindest begonnen werden. Für das jetzt noch erforderliche Planfeststellungsverfahren rechnet Nörvenichs Bauamtsleiter Walter Schönen aus seiner Erfahrung mit einer Dauer von zwei Jahren.

Täglich wälzen sich rund 9500 Fahrzeuge durch den Ort, darunter gut zehn Prozent Lkw. Viele Brummifahrer nutzen die mautfreie Verbindung von der L495 über die L263 und die L264 in Richtung A4 und A44. Eine Belastung, die mit der neuen A4-Anschlussstelle Merzenicher Heide noch zunehmen könnte. Deshalb ist Bürgermeister Hans Jürgen Schüller froh, dass langsam, aber sicher Bewegung in den Bau der Ortsumgehung kommt.