Interkulturelle Woche in Düren startet: „Oh Gott, die Türken integrieren sich“

Interkulturelle Woche in Düren startet : „Oh Gott, die Türken integrieren sich“

In Düren steht jetzt wieder die interkulturelle Woche auf dem Programm. Los geht es am Samstag.

„Eigentlich“, so Bürgermeister Paul Larue (CDU), „haben wir ja immer interkulturelle Woche, weil wir eine bunte Stadt sind. Fast 130 Nationen machen Düren attraktiv und reich, weil die Menschen so viel Verschiedenes einbringen“. Einen speziellen Zeitraum mit der Überschrift „interkulturelle Woche“ zu versehen, hält Larue dennoch für sinnvoll: „Es ist gut, sich ab und zu dieser Vielfalt zu versichern, sie den Leuten bewusst zu machen.“ Und so hat Sabine Kieven, Integrationsbeauftragte der Stadt, wieder einmal mit vielen Kooperationspartnern ein breit gefächertes Programm auf die Beine gestellt.

„Düren ist bunt und vielfältig. ‚Zusammen leben, zusammen wachsen‘ ist das Motto der diesjährigen ‚interkulturellen Woche‘ – und es passt, weil auch die Kooperationspartner schon lange Hand in Hand arbeiten“, sagt sie.

Am Samstag, 21. September, startet die interkulturelle Woche. Den Auftakt macht ein Nachbarschaftsfest auf der Grünfläche an St. Bonifatius. Von 13 bis 18 Uhr begegnen sich nicht nur Anwohner, sondern alle Interessierten. Gleiches gilt für das Fest der Kulturen im Haus für Alle am Nordpark am 26. September von 15 bis 18 Uhr: Vereine des Dachverbandes der Migrantenselbstorganisation (MSO) führen typische Landestänze und musikalische Darbietungen auf.

Am 28. September veranstaltet die MSO zudem einen Tag der Offenen Tür, Josef-Schregel-Str. 38, von 14 bis 19 Uhr. Einen Tag der Offenen Moschee bieten am 3. Oktober ab 11 Uhr die Fatih-, Veldener Straße 63, und die Hicret-Moschee, Kölner Landstraße 100-102, an. Der Verein „aid – ankommen in Düren“ veranstaltet ein interkulturelles Begegnungsfest. Im Papst-Johannes-Haus am Annaplatz suchen Interessierte am 27. September ab 18 Uhr den Austausch.

Gleich zwei Ausstellungen hat die Themenwoche zu bieten. So zeigen Stadt und das Dürener Bündnis gegen Rechts im Rathausfoyer vom 23. September bis 4. Oktober unter dem Titel „Das Bruttosozialprodukt hat keinen Migrationshintergrund, oder?“ Fotografien von Niko Theodoridis. „Mal doch mal“, heißt es am 24. September von 15 bis 17 Uhr im Haus für Alle am Nordpark. Zaryia Salam, unter deren Anleitung im gleichnamigen Kurs Zeichnungen, Acrylbilder, Graffiti und diverse Exponate entstanden sind, präsentiert die Werke.

Einer Anmeldung unter ki-sekretariat@kreis-dueren.de oder 02421/222774 bedarf es, wenn man am 26. September von 10 bis 15 Uhr im Multikulti, Stolzestraße 7, an einer besonderen Gruppenarbeit teilnehmen möchte. Bis zu 30 Teilnehmer können gemeinsam kreativ sein und mit den Impulsen der Künstlerin Christiane Mucha ein gemeinschaftliches Kunstwerk schaffen.

Ohne Anmeldung kann dem Vortrag von Dr. Mehmet Daimagüler gelauscht werden. Der Jurist, Kolumnist und Buchautor war als Opferanwalt am NSU-Prozess beteiligt und berichtet am 26. September ab 18 Uhr vom Prozessverlauf im Rathausfoyer.

Am 27. September zieht die Abraham-Karawane mit dem Engel der Kulturen durch Düren. Startpunkt ist um 15 Uhr die Ditib-Moschee. Der Umzug endet gegen 17.20 Uhr an der Annakirche.

Der 1. FC Düren veranstaltet wieder ein Integrations-Fußballcamp für Mädchen und Jungen zwischen sechs und 15 Jahren. Eingeladen in den Franz-Josef-Keimes-Sportpark, Breitenbend 70, sind am 29. September von 10 bis 16 Uhr Dürener Kinder aus Schulen, Heimen und Flüchtlingsunterkünften. Ballspielerfahrungen sind nicht erforderlich. Anmeldungen unter s.kieven@dueren.de oder 02421/252840 und 0163/8403056.

„Oh Gott, die Türken integrieren sich“, lautet der Titel des neuen Stücks der Theatergruppe „theater ulüm“, das in deutscher Sprache am 2. Oktober ab 20 Uhr im Haus der Stadt aufgeführt wird.

Ein Kindersachenflohmarkt wartet auf die Besucher am 3. Oktober von 10 bis 16 Uhr beim Haus für Alle am Nordpark.

Und dann steht natürlich auch noch die Preisverleihung des Hero Awards an: Der Integrationsrat der Stadt Düren ehrt am 25. September ab 19.30 Uhr im Rathausfoyer Projekte in den Kategorien Integration, Flüchtlingshilfe und Zivilcourage – und prämiert diese mit jeweils 1000 Euro.

(kte)