Nörvenich: Nummernboy-Auftritt ruft den RvD-Präsidenten auf den Plan

Nörvenich: Nummernboy-Auftritt ruft den RvD-Präsidenten auf den Plan

Der umstrittene Soloauftritt von Nummernboy „Remy“ auf der Nörvenicher Damensitzung bleibt für die KG „Fidele Jonge“ nicht ohne Folgen. Rolf-Peter Hohn, Präsident des Regionalverbands Düren (RvD) und Vizepräsident des Bundes Deutscher Karneval (BDK), hat den Vorstand zu einem nicht-öffentlichem Anhörungstermin gebeten.

„Danach wird das Präsidium des Regionalverbands eine satzungskonforme Entscheidung treffen“, kündigte Hohn am Mittwoch an, ohne den Verein vorverurteilen zu wollen.

Aber er machte unmissverständlich deutlich: „Sofern sich die Ereignisse bei der Damensitzung so zugetragen haben, wie in der DZ zu lesen war, hat man mit diesem Auftritt eindeutig gegen die Satzung und Nebenordnung des RvD und BDK verstoßen. Unabhängig von allen formellen Angelegenheiten wäre dem Ansehen des Karnevals großer Schaden zugefügt worden. Vereine, die Kinder und Jugendliche in ihren Reihen haben und den Anspruch erheben, für Tradition, Brauchtum und das rheinische Kulturgut Karneval einzustehen, können und dürfen solche Auftritte nicht zulassen“, betonte Hohn. „Gesellschaften im RVD/BDK, die sich nicht von Auftritten distanzieren, die eindeutig nicht in den Karneval gehören und satzungswidrig sind, müssen natürlich auch die Kosequenzen tragen, die dadurch entstehen können.“

Hohn erinnerte zudem daran, dass die „Fidele Jonge“ bereits in der Session 1996/97 auffällig geworden sei. Damals habe sie mit einem „Oben-Ohne-Auftritt“ eines Nummerngirls gegen die Satzung des RvD verstoßen.

(ja)
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