Birkesdorf: Nostalgiesitzung der „Grieläächer“ mit sehenswertem Programm

Birkesdorf: Nostalgiesitzung der „Grieläächer“ mit sehenswertem Programm

In dieser Session wollen die „Grieläächer“ neue Wege beschreiten. Während in den Vorjahren die beiden großen Galasitzungen jeweils ein identisches Programm — klassisch und traditionell — zu bieten hatten, verfolgten sie diesmal einen neuen Ansatz.

Die erste Sitzung wurde in Nostalgiesitzung umgetauft. Diese fand am letzten Wochenende statt. Mit von der Partie waren natürlich Kinderpräsident Max Rogge und Sitzungspräsident Peter Bücker. Sie empfingen unzählige vereinseigene Kräfte, nur Büttenrednerin Inge Kaiser aus Echtz kam als „Externe“ dazu.

Jeder Künstler oder jede Gruppe legte nach dem Auftritt etwas in einen Koffer, der auf der Bühne platziert wurde, jeweils von einem Vertreter der „alten“ und der „jungen“ Generation. Am Ende wurde klar, wie viele Gemeinsamkeiten die Generationen doch haben.

„Ich habe ‚Tradition‘ bei Google eingegeben, allerdings nichts gefunden. Das liegt daran, dass man Tradition leben muss, in unseren Vereinen“, erklärte Bücker in einer emotionalen Rede. Peter Nimmerrichter, Vorsitzender der KG, ernannte mit Ehrenmarketenderin Käthe Hofrath und Senatorensprecher Eberhard Hess im weiteren Verlauf der Sitzung Bodo Müller, den Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychatrie im St.-Marien-Hospital, zum Senator.

Diese Auszeichnung erhalten Birkesdorfer Persönlichkeiten, die sich mit den „Grieläächern“ verbunden fühlen. Nimmerrichter lobte Müllers Einsatz für den heimischen Karneval: „Sie sind zwar in Gießen geboren, zeichnen sich jedoch durch ihr Engagement für den hiesigen Karneval aus.“

Selbstverständlich war auch der Dürener Karnevalsprinz Wimar I. mit Prinzessin Ute I. anwesend — schließlich kommen die beiden aus dem Birkesdorfer Karneval. „Ich bin seit über zehn Jahren Mitglied, wir kennen den halben Saal persönlich und per Du“, sagt Prinz Wimar lächelnd.

An diesem emotionsgeladenen Abend flossen dann sogar noch Tränen: Büttenredner Michael Linn nahm nach fast 30 Jahren Abschied von der „Bütt“ — auch bei seinem letzten Auftritt entlockte er den rund 370 Zuschauern viele Lacher und schlussendlich einen würdigen, tosenden Applaus. Am kommenden Wochenende findet frei nach dem Sessionsmotto „Mit Tradition in die Zukunft“ eine Zukunftssitzung statt. Hierbei steht eher der moderne Partykarneval im Vordergrund.

(kte)
Mehr von Aachener Zeitung