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Abfallentsorgung in Nörvenich: Grünschnittbewachung ersetzt doch nicht Altpapiersammlung

Abfallentsorgung in Nörvenich : Grünschnittbewachung ersetzt doch nicht Altpapiersammlung

Wechsel zur Regioentsorgung: Eigentlich war es beschlossene Sache, wie Vereine künftig Geld in ihre Kassen spülen sollen. Wegen einer nicht absehbaren Entwicklung bei den Entsorgungskosten hat der Gemeinderat Nörvenich aber noch mal neu beraten.

Es schien schon alles in trockenen Tüchern: Zum 1. Januar tritt die Gemeinde Nörvenich der Regioentsorgung bei. Mit dem Wechsel des Müllentsorgungsunternehmens sind ein paar Veränderungen verbunden, darunter die Einführung der blauen Tonne, was bedeutet, dass sich Vereine kein Zubrot mehr über die Altpapiersammlung verdienen können. Auch dafür hatte man schon eine Lösung gefunden: Vereine sollten stattdessen Container bewachen, die in regelmäßigen Abständen zur Grünschnittentsorgung in den Orten aufgestellt werden.

Die Kosten der Müllabfuhr durch die Regioentsorgung waren bekannt, Verwaltung und Politik warteten nur noch auf den zweiten, aber nicht unwichtigen Kostenbestandteil, der auch in die Gebühren einzurechnen ist, nämlich die Kosten der Entsorgung. Diese setzt die ZEW, der Zweckverband Entsorgung West, fest.

Hier wartete eine unschöne Überraschung: Die bisher große Differenz zwischen den Entsorgungskosten von reinem Grünschnitt und denen von Bioabfällen (Küchenabfälle und Grünschnitt gemischt) fiel kleiner aus als erwartet. Es ergab sich also eine neue Ausgangslage.

Und so entschied der Rat dann, das Konzept der Containerabfuhr von Grünschnitt fallen zu lassen. Was bleibt, ist die Einführung der 120-Liter-Biotonne (Küchenabfälle und Grünschnitt gemischt), wobei wahlweise auch wie bisher eine 240-Liter-Biotonne bei der Regioentsorgung bestellt werden kann.

Die Frist zur Rückmeldung wurde übrigens verlängert und läuft noch bis Donnerstag, 4. November. Wer diese Frist versäumt, kann seinen Änderungswunsch auch danach vorbringen. Dann erhält man zunächst eine 120-Liter-Biotonne, und im Januar oder Februar wird diese gegen eine größere getauscht.

Nun stellt sich nur noch die nicht unwesentliche Frage, welche Alternative den bisher Altpapier sammelnden Vereinen und Gruppen geboten werden kann. Der Rat hat versprochen, hier eine gute Lösung zu finden. Im Fachausschuss, dem Kultur- und Sportausschuss, soll das zunächst im Detail diskutiert werden. Dieser tagt am 16. November ab 18 Uhr in der Neffeltalhalle in öffentlicher Sitzung.