Theaterstück „Alles kaputt“ an der Gesamtschule Niederzier/Merzenich

Theaterstück „Alles kaputt“: Wenn das Internet zur Mobbingfalle wird

Auf die Aktualität von Cybermobbing muss eigentlich nicht mehr hingewiesen werden. Gerade gibt es die Themenwoche „die dunkle Seite“ zu Cybermobbing im WDR – und die Berichte von Opfern über die Auswirkungen von verbalen Attacken im Netz hören sich immer wieder unglaublich an.

Die Gesamtschule Niederzier/Merzenich bemüht sich schon seit Jahren um eine umfassende Gefahrenprävention in vielen Bereichen. Daher gelang es der Schule mit Unterstützung des Fördervereins und des Vereins „Basta“, dass das Theaterstück „Alles kaputt“ des Ensembles „Theater maximal“ den Schülern des Jahrgangs 7 in zwei Vorstellungen präsentiert werden konnte.

Dieses Theaterstück zeigt zwei typische und leider alltägliche Fälle von Cybermobbing unter Jugendlichen und deren mögliche Folgen auf. „Alles kaputt“ geht jedoch, anders als ein reiner Vortrag, emotional unter die Haut. Das Stück wurde mit Unterstützung des Kommissariats für Kriminalprävention und Opferschutz der Polizei Düren entwickelt. „Diese Kombination aus Theater und Faktenwissen ist natürlich besonders interessant!“, meint André Weber.

Das Theater will mit diesem Theaterstück Jugendlichen ihre Verhaltensweisen im Internet bewusster machen und einen Beitrag dazu leisten, eine Atmosphäre des respektvollen Umgangs miteinander zu fördern. Die Glaubwürdigkeit der beiden Fälle führte dazu, dass die Schüler mit großer Aufmerksamkeit bei der Sache waren und dem Schicksal von Lisa und Jonas gebannt folgten.

Im Anschluss an die Vorstellung wurde mit den Schülern über das Theaterstück, aber auch über ihr Verhalten im Netz diskutiert. „Natürlich ist es notwendig, die Gefahren des Internets regelmäßig zu thematisieren“, meint Abteilungsleiterin Maria Willms und ergänzte: „Mit der Inszenierung haben wir einen guten Zugang gefunden!“

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