Firma Hamacher wächst: Platz für 30.000 Paletten auf zwei Fußballfeldern

Firma Hamacher wächst : Platz für 30.000 Paletten auf zwei Fußballfeldern

Die Firma Hamacher Transporte mit Sitz im Gewerbegebiet Rurbenden wächst und wagt den Schritt vom Spediteur zum Logistiker, wie Geschäftsführer Andreas Hamacher betont. Das in dritter Generation geführte Familienunternehmen investiert neun Millionen Euro in ein neues Distributionszentrum, in dem künftig der komplette Warenverkehr, vor allem aber die Produktion der Firma CMC Consumer Medical Care mit Werk in Birkesdorf zwischengelagert und zur Auslieferung an die Kunden zusammengestellt wird.

Die Firmen haben einen Kooperationsvertrag mit einer Laufzeit von 15 Jahren abgeschlossen, erklärte Hamacher-Prokurist Jürgen Hagel.

Die Halle, die auf einem ehemaligen, 22.000 Quadratmeter großen Grundstück der Firma Lorenz-Parkett entsteht, hat mit einer Grundfläche von mehr als 15.000 Quadratmetern enorme Ausnahme. Zum Vergleich: Das entspricht der Fläche von zwei Fußballplätzen.

Das Distributionszentrum, das bereits Anfang Januar in Betrieb gehen soll, wird über 30.000 Paletten-Stellplätze verfügen, „gemanagt“ von 15 neuen Mitarbeitern. Dabei handelt es sich um zwei Kaufleute für die Warendisposition und 13 Lagerarbeiter, die die Ein- und Auslagerungsaufträge vollkommen papierlos per moderner EDV gesteuert abarbeiten werden, betont Hagel. „Wir werden über eine EDV-Schnittstelle mit CMC verbunden sein“, führt der Prokurist weiter aus, so dass Kunden- und Artikelstammdaten, Auftragsdaten und Bestandsführung jederzeit verfügbar sind.

Beim symbolischen Spatenstich – Baubeginn war Mitte April – hoben Andreas Hamacher und CMC-Geschäftsführer Dr. Rainer Mangold das große gegenseitige Vertrauen in die Kooperation hervor. „Wir können Watte, aber nicht Logistik“, freute sich Mangold, einen Partner gefunden zu haben, der wie die CMC-Gruppe weiter wachsen, sein Portfolio ausbauen und ein neues Standbein für die Firma schaffen möchte, wie Andreas Hamacher betonte. Die beiden mittelständischen Unternehmen pflegen seit 2015 Geschäftsbeziehungen. Erst waren es reine Transportdienstleitungen, dann kamen Lagergeschäfte hinzu, erinnerte sich Hamacher.

Schließlich reifte bei CMC die Idee, die Warenlogistik auszulagern und mit dem Spediteur zu kooperieren. Von Huchem-Stammeln aus soll ab 2020 vor allem der komplette deutsche Markt – CMC zählt alle Discounter-, Drogeriemarkt- und Einkaufsmarktketten zu seinen Kunden – beliefert werden, aber auch Teile des französischen und des noch ausbaufähigen britischen Marktes.

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