13. Schulvarieté der Gesamtschule Niederzier/Merzenich

Beeindruckende Aufführung : Stadtgeflüster mit imposanten Kulissen

Zum Abschluss gab’s noch einmal richtig auf die Ohren: Hinterhofatmosphäre pur herrschte beim Schwarzlicht-Stomp mit dem bezeichnenden Namen „Stinking garbage“, der die Großstadtästhetik treffend in Töne fasste.

Vorangegangen waren 35 Beiträge beim Schulvarieté der Gesamtschule Niederzier/Merzenich, das 600 Zuschauer mit seiner Vielfalt und der Spiellaune der Akteure beeindruckte. Über 200 Lehrer und Schüler präsentierten auf der Bühne, was sie im Vorfeld zum Thema „Stadtgeflüster – Menschen, Monumente, Metropolen“ vorbereitet hatten. Gesang, Tanz, Schwarzlichttheater, Akrobatik, Sketche, Dramatik – kreativer lässt sich eine vierstündige Veranstaltung kaum gestalten.

Das Publikum, darunter zahlreiche Ehrengäste und unglaublich viele ehemalige Lehrer und Schüler, wurde auf eine Reise um die halbe Welt mitgenommen – von Berlin über Weimar nach Paris, von London über New York an die Copacabana, von den sieben Weltwundern über die Straßen von Philadelphia bis nach Köln zurück. Dabei fiel vor allem die liebevolle und akribische Requisitengestaltung auf – sei es der Hop-on-hop-off-Bus oder die Fassade des Potsdamer Platzes. „Da konnte man unheimlich viel Liebe zum Detail erkennen!“, war von Zuschauerseite zu hören.

Werke berühmter Autoren wie Tucholsky, Goethe und Loriot wurden szenisch umgesetzt, Städtehymnen von Sinatra, Springsteen und den Höhnern gekonnt vertont. Parodien auf „Sex in the City“ und „GZSZ“ beeindruckten die Zuschauer ebenso wie zahlreiche Tanzbeiträge. Selbst Schulleiter Stefan Möller trat zweifach in Aktion: An der Geige in der Schulband – und als authentischer Halbgott in Weiß im amüsanten Kurzfilm über die Städtereise eines Milchglases. Besonders erwähnenswert in diesem Jahr waren sicherlich die guten Beiträge der Schüler aus Merzenich, das täuschend echte ZZ-Top-Trio Cotza, Jakobs, Schönleber sowie Q1-Sänger Jakob Kämper, der gemeinsam mit Jonas Pauli an der Gitarre zwei Songs perfekt vortrug. Erwähnenswert auch die Kunstausstellung, die das Publikum in der Pause besuchen konnte.

„Es war ein sehr gelungener Abend“, resümierte auch Koordinator Gotthard Vaaßen – und der lang anhaltende Applaus der Zuschauer bestätigte dies. Der Dank an die zahlreichen Helfer – allen voran Olav Calbow, der sich hauptverantwortlich um die Technik kümmerte, sowie Hausmeister Lutz Keutmann – und das hervorragende Catering-Team der Q1 setzte einen Schlussstrich unter einen langen, aber sehr kurzweiligen Abend, der im nächsten Jahr seine Fortsetzung im 14. Schulvarieté finden wird.

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