4. Radsporttag in Nideggen: Quer durch die Eifel für den guten Zweck

4. Radsporttag in Nideggen : Quer durch die Eifel für den guten Zweck

Rad fahren, Spaß haben und dabei etwas Gutes tun – so lautet die Prämisse des Radsporttags, der zum vierten Mal in Nideggen stattfand. Über 100 Teilnehmer, darunter sowohl Profis als auch Amateure, fuhren etliche Kilometer durch die Rureifel und trugen eine dreistellige Spendensumme für den guten Zweck zusammen.

Vom Rennradprofi bis zum Freizeitsportler oder „Genussbiker“ war alles vertreten. Dabei kamen die Teilnehmer nicht nur aus der näheren Umgebung, sondern zum Beispiel auch vom Niederrhein. Radrennprofi André Greipel, Gewinner zahlreicher Etappen der Tour de France, war wie bereits im vorigen Jahr wieder mit von der Partie. „Das ist sehr stark von Herrn Greipel“, freute sich Organisator Kurt Grossmann. „Mit seiner Teilnahme setzt er ein tolles Zeichen für unsere Benefiz-Radsporttag.“ Auch Nideggens Bürgermeister Marco Schmunkamp hatte es sich nicht nehmen lassen, die Veranstaltung zu unterstützen und selbst mitzufahren.

Unterteilt in acht verschiedene Gruppen, drei Rennradteams, vier Mountainbike- und eine E-Bike-Gruppe, starteten die Teilnehmer am Sonntagmorgen.

Für die gemütlicheren Fahrer verlief die Strecke rund um Nideggen, Abenden und Bergstein, die flotteren Sportler begaben sich auf ausgedehnte Etappen durch den Nationalpark Eifel. Begleitet wurden die Gruppen von je zwei „Guides“, die die Gegend gut kennen. Die längste Strecke mit knapp 80 Kilometern war die der „Rennrad-Racer“, die vom Startpunkt in Nideggen über Heimbach, Gemünd und Rurberg bis nach Vossenack und Gey und schließlich wieder zurück nach Nideggen führte. Etwa 40 Kilometer kürzer, dafür aber mit vielen Höhenmetern und Waldpfaden, war der Weg der „Trail Junkies“. „Die „Trails“ (Geländestrecken im Wald) waren trotz des Regens problemlos befahrbar“, berichtete Heribert Mennen, einer der begleitenden Guides.

Das wechselhafte Herbstwetter tat der Motivation der Fahrer generell keinen Abbruch. „Als ich während der Tour mal andeutete, aufgrund des Wetters die Strecke eventuell zu verkürzen, stieß ich auf Gegenwehr“, erzählte Mennen lachend. „Alle wollten es durchziehen.“ Bis auf einen leichten Sturz verlief der Tag ohne Zwischenfälle.

Wettbewerbscharakter hatte der Nideggener Radsporttag nicht. Statt ums Kräftemessen, ging es vor allem darum, einen schönen, sportlichen Tag mit Gleichgesinnten zu verbringen. Ein dreistelliger Geldbetrag, der durch freiwillige Spenden der Teilnehmer und Sponsorenbeiträge zusammengekommen war, wird einer Kindertagesstätte in Wollersheim zugutekommen.

Die Organisatoren rund um Kurt Grossmann zogen am Sonntagnachmittag ein positives Resümee. „Wir als Veranstalter sind zufrieden, die Teilnehmer hatten großen Spaß“, so Grossmann.

(nie)
Mehr von Aachener Zeitung