Burgenmuseum Nideggen feiert am 14./15. September 40. Geburtstag

Burgenmuseum Nideggen feiert Jubiläum : Eine Zeitreise ins Mittelalter

Das Burgenmuseum in Nideggen wird 40 Jahre alt. Am Wochenende wird der Geburtstag gefeiert. Seit 40 Jahren ist der Bergfried der Burg Nideggen Anlaufstelle für alle, die eine Zeitreise ins Mittelalter unternehmen möchten.

Am 14. August 1979 eröffnete der damalige Landrat Johannes Kaptain dort das erste Burgenmuseum der Eifel. Die Ausstellung war in Zusammenarbeit mit dem Rheinischen Museumsamt konzipiert worden. 2002 wurde hoch über dem Rurtal dann eines von vier Besucherzentren des Interreg-Projektes „Burgen und Festungen in der Euregio“ eingerichtet. Seitdem gibt es dort das audiovisuelle Burgenmodell.

Später bereicherten immer wieder neue Wechselausstellungen, Veranstaltungen und Workshops das Programm. Schenkungen und Ankäufe von Exponaten erweiterten den Fundus. So freut sich Museumsleiterin Luzia Schlösser über steigende Besucherzahlen. Rund 42.000 Gäste waren es zuletzt.

Am Wochenende 14. und 15. September wird der runde Geburtstag gefeiert, geöffnet ist jeweils ab 10 Uhr. Unter der Schirmherrschaft von Landrat Wolfgang Spelthahn ziehen Schmiede, Gürtler, Täschner, Schuhmacher, Steinmetz, Schreiner, Schnitzer, Holzbildhauer, Schildbauer, Drechsler, Töpfer und Stoffdrucker durchs Tor ein. Der Eintritt in den Zunftmarkt und ins Museum ist am Jubiläumswochenende frei.

Am Sonntag, 15. September, wird um 11 Uhr unter dem Titel „Den guten Ton finden!“ eine Keramikausstellung mit gut 160 Exponaten eröffnet. Sie stammen größtenteils aus Langerweher Produktion und sind kostbare Originale vom 13. Jahrhundert bis zur Neuzeit. Der Sammler Dietrich Schnell, der in Sichtweite der Burg Nideggen lebt, hat seine Gebrauchskeramik und Ziergefäße komplett dem Burgenmuseum geschenkt. „Für mich ist das eine Ideallösung: Statt die wertvollen Gefäße in alle Himmelsrichtungen zu verkaufen, bleiben sie nun dauerhaft zusammen und sind der Öffentlichkeit an diesem hervorragenden Ort zugänglich.“

Bereits am Samstag ist eine Fotoausstellung zu sehen, die an den Wiederaufbau des Bergfriedes und der Burg bis in die 1970er Jahre hinein erinnert. Die Bilder stammen aus dem Nachlass von Baukreisdirektor Mathes.

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