Kommentar zum Weihnachtsmarkt: Nichts als Zweckoptimismus

Kommentar zum Weihnachtsmarkt : Nichts als Zweckoptimismus

Angesprochen auf den Weihnachtsmarkt vor dem Museum übt sich Dürens Politik geschlossen in Zweckoptimismus, spricht von einer Herausforderung und Chance. Kein Wunder.

Die Wahl des Ausweichstandortes ist im Stadtrat einstimmig gefallen, weil keine Couleur ernsthaft den Versuch gewagt hat, Weihnachtsmarkt und Wochenmarkt während des Kaiserplatzumbaus unter einen Hut zu bringen, sprich auf dem Marktplatz unter Mitnutzung von Kölnstraße und Annakirche zu kombinieren. Zu groß ist offenbar die Lobby der Wochenmarktbeschicker, obwohl zahlreiche Händler an kalt-nassen Wintertagen dienstags und donnerstags auch gerne einmal fern bleiben.

Dass der ohnehin abgespeckte Weihnachtsmarkt leiden wird, hat auch die Politik trotz aller Schönrederei längst erkannt. Warum sonst wohl hätte sie den Gastronomen bereits im Vorfeld 30 Prozent, den Händlern und dem Karussellbetreiber sogar 50 Prozent des Standgeldes erlassen. Denn man braucht kein Prophet zu sein, um zu ahnen, dass sich abseits der gewohnten Laufwege der City weitaus weniger Besucher auf den Weihnachtsmarkt verirren werden.