"Nibirii"-Festival mit drei riesigen Bühnen am Dürener Badesee

Elektro-Festival : 15.000 Techno-Fans feiern am Samstag am Badesee

Es klingt nach Ausnahmezustand: drei große Bühnen, 30 DJs, elektronische Musik, knapp 15.000 Zuschauer und vier Sonderzüge. Der Dürener Badesee wird am Samstag, 1. Juni, für 15 Stunden zum Mekka für Techno-Fans – und zur Festival-Location. Zum ersten Mal überhaupt laden Florian Asché und seine Veranstaltungsagentur zum „Nibirii“-Festival ein.

„Wir veranstalten seit zwei Jahren regelmäßig ‚Nibirii’-Partys in Clubs in Köln und Dortmund. Die Reihe kommt gut an, deswegen haben wir uns entschlossen, auch einmal ein Festival zu veranstalten.“

Asché und seine Mitstreiter haben nach einer Location Ausschau gehalten – und sind in Düren fündig geworden. „Infrastruktur und Anbindung sind für uns natürlich enorm wichtig“, betont Asché, der mit seiner Agentur regelmäßig auch eine Bühne beim bekannte „Parookaville“-Festival am Flughafen Weeze bespielt. „Beides ist am Badesee bestens und als wir dann noch gesehen haben, wie schön es da ist, waren wir sofort überzeugt.“

Auf drei großen Bühnen, die auf dem Badesee-Gelände so platziert werden sollen, dass sie sich lautstärkemäßig nicht in die Quere kommen, gibt es drei verschiedene Musikrichtungen, die alle zum Genre elektronische Musik gehören. „Unsere DJs“, sagt Florian Asché, „spielen Goa, Techno und Drum and Bass. Wir wollen dass die verschiedenen Stilrichtungen elektronischer Musik zu einem großen Ganzen verschmelzen.“ Darüber hinaus werden am Samstag noch mehrere Tätowierer vor Ort sein, um den Festivalbesuchern zu einer bleibenden Erinnerung zu verhelfen.

Außerdem werden Yoga-Kurse angeboten. „Unser Festival“, sagt Asché, „soll einen speziellen Geist, eine gewisse Form des Lifestyles verkörpern.“ Dass gleich beim ersten Mal schon im Vorverkauf weit mehr als 10.000 Eintrittskarten verkauft worden sind, überrascht den Veranstalter. „Normalerweise läuft das erste Festival immer schlecht. Um so eine Veranstaltung zu etablieren, braucht es einen langen Atem. Bei uns hat es gleich funktioniert.“ Etwa 70 Prozent der bisher verkauften Tickets seien in Nordrhein-Westfalen geblieben. „Die restlichen 30 Prozent haben wir in die Niederlande und die ganze Bundesrepublik verkauft.“

Neben der Location lobt Asché auch die Zusammenarbeit mit Stadtverwaltung, Polizei, Rettungsdienst und Service Betrieb als Betreiber des Badesees, der übrigens für den normalen Badebetrieb am Samstag geschlossen ist. „Natürlich ist so eine große Veranstaltung eine logistische Herausforderung“, sagt Asché. „Aber ich denke, wir haben alle möglichen Probleme schon im Vorfeld beseitigt.“ Für das Parken haben die Verantwortlichen beispielsweise zwei große Felder gemietet, es gibt ein umfassendes Sicherheitskonzept. Eher ungewöhnlich und vermutlich für die Anwohner zumindest teilweise unangenehm ist die lange Dauer von „Nibirii“, das bis 3 Uhr morgens gehen wird. „So lange haben wir eine Genehmigung“, betont Florian Asché. „Solange gibt es Elektro-Musik.“