Gürzenich: Neues Leben in der alten Dürener Molkerei

Gürzenich: Neues Leben in der alten Dürener Molkerei

Auf der Suche nach einem Käufer für die ehemalige Dürener Molkerei hat Michael Hommelsheim nach einigen Ortsterminen selbst zugeschlagen. Der Makler wurde zum Käufer. Und anschließend zum Projektentwickler. Am 24. Mai wird der Gewerbepark „Alte Molkerei“ offiziell eröffnet.

Etwa 1,5 Millionen Euro hat Hommelsheim, geschäftsführender Gesellschafter der „mhi Immobilien Gruppe“, in die Sanierung der Gebäude an der Mariaweilerstraße investiert. „Neues Leben in der Alten Molkerei“, lautet sein Motto. 14 Mieter aus dem Gewerbe- und Dienstleistungssektor werden sich dort ansiedeln. 97 Prozent der 8000 Quadratmeter sind bereits vermietet.

Ab Sommer setzt der Investor auf Phase 2: Dann wird das Konferenz- und Tagungszentrum eröffnet. „In Düren gibt es dafür Bedarf“, ist er überzeugt. Es gebe kaum Räume für Seminare, Tagungen, Schulungen und geschäftliche Versammlungen. Diese Lücke wolle er schließen. „In Neubauqualität“, sagt er nicht ohne Stolz.

Dass sich der Dürener Projektentwickler zu diesem Schritt entschlossen habe, sei eigentlich „reiner Zufall“ gewesen. „Je mehr ich darüber nachgedacht habe, desto klarer lagen die Vorteile des Grundstücks aber auf der Hand“, sagt Hommelsheim: Eine solide Bausubstanz, eine gute Anbindung und viele Parkplätze. Mit einem Architekturbüro entwickelte Hommelsheim Pläne, das Areal zu entwickeln.

„Wir haben hier Dienstleister, Handwerksbetriebe, eine Druckerei und Bauunternehmen“, zeigt er die Bandbreite der Mieter auf. Eine Sache ist vermutlich recht einzigartig für einen Gewerbepark: In der sogenannten Villa, der einstigen Dienstwohnung des Direktors der ehemaligen Molkerei, haben nicht weniger als 31 Bands 31 Proberäume.

„Von 8 bis 40 Quadratmetern ist alles dabei“, sagt Michael Hommelsheim. Die Alte Molkerei sei in der Vergangenheit stets auch Heimathafen für Kreative gewesen — daran habe er als neuer Besitzer nichts ändern wollen. Als er die Gebäude Anfang 2013 kaufte, hatten 20 Bands einen Raum angemietet. Heute sind es 31. „Die Nachfrage ist sehr hoch“, bedauert er, dass es keine Möglichkeiten zur Erweiterung gibt.

Einer der Hauptmieter ist Hommelsheim selbst, der mit seinem Unternehmen von Merken in die Alte Molkerei gezogen ist. Die Zahl der Mitarbeiter wurde von 50 auf 57 erhöht.

Die Gebäudefassaden der ehemaligen Molkerei wurden bei der Sanierung weitgehend in ihrem Originalzustand belassen. An die Geschichte der Molkerei erinnert auch das Maskottchen des Gewerbeparks: eine Milchkuh.

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