Neues Kunstwerk im NIdeggener Skulturenpark

Die Idee der Gemeinschaft : „Alle Menschen sind am Ende gleich“

Das runde Werk ist mannshoch, in seinem Durchmesser etwa 120 mal 150 Zentimeter. Es ist aus Metall und steht jetzt an exponierter Stelle im Skulpturenpark in Nideggen.

Geschaffen haben es Mitarbeiter und Betreute der ABK-Trainingswerkstatt in Nideggen-Schmidt. Die Abkürzung ABK steht für Anleitung, Begleitung und Kommunikation.

Der Titel zu der Skulptur war rasch gefunden. Die Mitarbeiter des ABK, Christian Seitz und Koordinator Reimund Rüttgers, fanden schließlich nach gemeinsamer Grübelarbeit die Überschrift „Gemeinschaft“. Die Jugendlichen, die an der Skulptur aus Metall mitgearbeitet haben, hatten dabei zunächst die Gemeinschaft an ihrem Arbeitsplatz in Schmidt im Sinn. Darüber hinaus, so sagten sie bei der Einweihung, fordere die Skulptur jeden, der vorbeigehe, dazu auf, sich in seiner Individualität zu fragen, zu welcher Gemeinschaft er gehöre: Familie, Gemeinde, Vereine oder auch zur großen Gemeinschaft aller Menschen? Reimund Rüttgers brachte ihr Tun auf den Punkt: „Viele machen ein Ganzes.“

Wie kam die Skulptur zustande? Es mussten  Materialien sein, mit denen die Jugendlichen auch in der Werkstatt arbeiten. Das Gerüst ist eine Baumatte. An vier verschiedene Stellen stellten sich unterschiedlich große Kollegen der jungen Leute auf. Die Umrisse wurden auf die Baumatte übertragen und mit Draht so umwickelt, dass vier Figuren zu erkennen sind. In einzelne Lücken im Draht befestigte man selbstproduzierte Tonfliesen mit unterschiedlichen Oberflächen.

Bürgermeister Marco Schmunkamp gab dem Titel der Skulptur noch einen anderen Sinn. „Die Skulptur ist in einer Werkstatt auf Schmidter Boden entstanden und steht nun im Hauptort in Nideggen im Skulpturenpark“, legte er seine Idee dar. Das bedeute nichts anderes, als dass die Menschen der ganzen Stadt, ob zum Bespiel aus Nideggen, Schmidt, Wollersheim oder Embken, eine Gemeinschaft seien und das für ein gutes Zusammenleben auch sein müssten. „Wir sind eine Stadt“, schloss Schmunkamp sein Plädoyer für den Gemeinschaftsgedanken.

Muna Götze,  Vorsitzende des Kunst- und Museumsvereins Nideggen und „Architektin“ des Skulpturenparks, bedankte sich bei allen Mitwirkenden für die gelungene „Operation ABK-Skulptur“, und fasste die Aussagen ihrer Vorredner mit den Worten zusammen: „Wenn eine Gemeinschaft aus Menschen mit gleichen Rechten gebildet wird, dann sind alle Menschen auf der Erde gleich.“