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Städtisches Kleinod: Neues Buch über den evangelischen Friedhof in Düren

Städtisches Kleinod : Neues Buch über den evangelischen Friedhof in Düren

Viele Jahre lang haben Autoren an den Texten gearbeitet, die sich mit der Geschichte des Friedhofs befassen. Sie schreiben über Familien, die dort bestattet sind, und Symbole auf den Gräbern.

„Der Evangelische Friedhof Düren ist ein wahres Kleinod“, sagte der Vorsitzende des Fördervereins für den Friedhof, Jochen Schoeller, im Beisein von Bürgermeister Frank-Peter Ullrich bei der Präsentation des Buches „Engel, Kinder und trauernde Frauen“. In dem Werk stellen die Autorin Heike Kussinger-Stanković und ihre Co-Autoren Hans-Jürgen Gude, Hans-Helmut Krebs, Christoph Rachel und Joachim Schüll den 1825 eingerichteten evangelischen Friedhof an der Kölnstraße in seinen vielen Facetten vor.

Dieser faszinierende Ort lässt die Geschichte der Stadt Düren und den Wandel der Begräbniskultur lebendig werden. Die Autoren stellen auf 200 Seiten des bei Hahne & Schloemer Verlag erschienen Buches einzelne Gräber, in ihrer Zeit bekannte Bildhauer und Steinmetze sowie biografische Daten zu vielen der dort bestatteten Personen in Texten und zahlreichen eindrucksvollen Fotos vor.

Sie nehmen die Leser mit hinter den eher unscheinbaren stählernen Zaun auf den Friedhof, der in einem jüngst erstellten Ranking der schönsten Friedhöfe Deutschlands auf Platz sieben geführt wird. Neben der Historie des Friedhofs und der Präsentation einzelner Grabstätten gibt es auch interessante Daten und Informationen zu den Familien. Ein weiteres spannendes Thema sind die Symbole, die in den oft monumentalen Grabdenkmälern eingesetzt wurden. Gleichzeitig stellen Textpassagen und Zeitungsartikel den Bezug zur Geschichte der jeweiligen Zeit her. Ein Einzelkapitel ist auch dem ehemaligen Friedhof der Reformierten und Lutheraner an der Paradiesstraße gewidmet.

Wie viel Arbeit in dem Werk steckt, belegt die Entstehungszeit, über die Verleger Bernd Hahne berichtete: Vor über zwölf Jahren kam die Idee zu einer kleineren Broschüre auf. Seitdem wuchs sich der Umfang stetig zum heutigen Buch aus. Gleichzeitig stiegen natürlich die Kosten, so dass man froh war, von der Victor-Rolff-Stiftung, dem Familienverbund Schoeller sowie den Kulturstiftungen der Sparkasse und der Stadtwerke Zuschüsse zu erhalten.

Das Buch ist in einer Auflage von 1100 Exemplaren erschienen und kostet 24,80 Euro.

(kel)