Langerwehe: Neues Betreuungszentrum für Demenzkranke und Hilfsbedürftige

Langerwehe: Neues Betreuungszentrum für Demenzkranke und Hilfsbedürftige

Der Name soll Programm sein: „Blick in die Zukunft” soll das Wohn- und Betreuungszentrum heißen, das in Kürze an der Heinz-Emonds-Straße in Stütgerloch gebaut wird. Das Großprojekt wird vom Planer und Investor Schumacher-Planungs-GmbH erstellt und von der Freien Alten- und Kranken-Pflege (F.A.K.) betrieben.

Konzipiert ist das mit 3,1 Millionen Euro kalkulierte Projekt als Pflegewohngemeinschaft mit Tagespflege. „Wir werden Wert darauf legen, dass Gemeinschaften entstehen”, erklärt die F.A.K.-Vorsitzende Hanne Koch.

Wohnungen für sieben Personen

Das geplante Betreuungs- und Wohnzentrum wird eine Pflegewohngemeinschaft für Demenzkranke mit sieben Personen und zwei Pflegewohngemeinschaften für Hilfebedürftige mit ebenfalls je sieben Plätzen aufnehmen. Dazu vier Zwei-Personenwohnungen und eine Drei-Personen-Wohnung. Dazu kommen im Erdgeschoss ein großer Mehrzweckraum für Kurse und Veranstaltungen sowie ein Raum für die Nutzung durch Friseur oder Masseur.

Entstehen soll das Zentrum auf dem Gelände der früheren Grundschule Stütgerloch. Von den noch bestehenden Gebäuden der Schule bleibt nur das neuere Gebäude erhalten und wird durch An- und Umbauten in das Gesamtobjekt integriert.

Die anderen Gebäudeteile werden abgerissen. F.A.K.-Vorsitzende Hanne Koch und Planer Bernd Schumacher sehen die Lage als ideal an. Die Heinz-Emonds-Straße gilt als ruhige Anliegerstraße, von der aus fußläufig auf kurzen Wegen das Ortszentrum von Langerwehe erreichbar ist. Als Besonderheit gilt der geplante Sinnesgarten auf der Fläche des früheren Schulhofes.

Im Erdgeschoss mit Alt- und Anbau wird die Tagespflege mit separatem Eingang etabliert. In einem vorgelagerten Neubautrakt werden die Wohngruppe für Demenzkranke sowie die beiden Senioren-Wohngruppen eingerichtet. Im Obergeschoss des Altbaues und im Dachgeschoss des Neubaues sind normal anzumietende Wohnungen eingeplant.

Die F.A.K. hat mit Dementen-Wohngemeinschaften hinreichend Erfahrungen. Seit 2001 betreibt sie in Merzenich darüber hinaus ein Tagespflegehaus. „In den Wohngruppen sollen die Bewohner die Geborgenheit einer Großfamilie finden”, verspricht Hanne Koch und sieht in den Wohngruppen eine Alternative zur Unterbringung in Pflegeheimen. Der Vermieter erbringt keine Pflege- oder Betreuungsleistungen. Die kann der Mieter bei Bedarf bei einem Anbieter seiner Wahl ordern.

Grundgedanke und Ziel der Einrichtung ist es, erklären Hanne Koch und Bernd Schumacher, so wenig Hilfe wie möglich und doch so viel wie nötig zu bieten, um die eigene Häuslichkeit so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Ausdrücklich legen Planer und Betreiber Wert auf die Feststellung, dass das Wohn- und Betreuungszentrum „Blick in die Zukunft” nicht als Heim im Sinne des Wohn- und Teilhabegesetzes gilt.

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