Krauthausen/Hambach: Neuer Radweg zwischen Hambach und Krauthausen

Krauthausen/Hambach: Neuer Radweg zwischen Hambach und Krauthausen

Landrat Wolfgang Spelthahn sprach beim symbolischen Spatenstich von einer „sinnvollen Investition in die Verkehrssicherheit“: Für rund 570.000 Euro baut der Kreis Düren an der Kreisstraße 22 zwischen Krauthausen und Hambach einen neuen Radweg. Sieben Jahre musste die stetig wachsende Zahl der Radfahrer aus den beiden Orten auf diesen Moment warten.

Immer wieder scheiterte der Bau des Radwegs am erforderlichen Grunderwerb. Die Kaufverhandlungen mit den betroffenen Landwirten gestalteten sich äußerst zäh. „Dank der Beharrlichkeit der Gemeindeverwaltung aber können wir jetzt endlich starten“, betonte Wolfgang Spelthahn.

Der 1,9 Kilometer lange und 2,50 Meter breite Radweg beginnt im Einmündungsbereich des verlängerten „Eilener Weges“ in Krauthausen und verläuft dann mit einem Abstand von 1,50 Meter parallel zur Kreisstraße bis nach Hambach mit Anschluss an die Bachstraße und die Dornenweide. In Höhe von Haus Eilen wird im Zuge der Bauarbeiten auch eine Bushaltestelle eingerichtet.

Die Notwendigkeit des Radwegs begründete Niederziers Bürgermeister Hermann Heuser mit den engen Verbindungen beider Orte. So besuchen Krauthausener Kinder nicht nur den Kindergarten, sondern auch die Grundschule im nahen Hambach und können diesen Weg voraussichtlich ab Ende Juni nun gefahrloser in Begleitung der Eltern auch mit dem Rad zurücklegen. Umgekehrt können Hambacher künftig auch mit dem Rad bequem den Rurtalbahn-Haltepunkt in Krauthausen erreichen.

70 Prozent der Bausumme von 570.000 Euro steuert das Land Nordrhein-Westfalen bei, das im laufenden Jahr insgesamt 9,3 Millionen Euro für den Radwegebau zur Verfügung stellt, wie der SPD-Landtagsabgeordnete Peter Münstermann erklärte.

Das ist zwar eine Million Euro mehr im Vergleich zum Vorjahr, aber längst nicht genug, um alle Wünsche erfüllen zu können. Auf den Lückenschluss des Radweges an der Kreisstraße 2 zwischen Ellen und Oberzier — gebaut wurde bislang nur der Abschnitt zwischen Arnoldsweiler und Ellen — wird die Gemeinde Niederzier daher noch einige Zeit warten müssen.

„Die Realisierung scheitert bislang an den fehlenden Landesmitteln“, erklärte Walter Weinberger, Leiter des Amtes für Kreisstraßen und Kreisentwicklung. „Wir werden den Lückenschluss aber nicht aus den Augen verlieren.“

(ja)