Kreis Düren: Neue Düngemittelverordnung: Die Landwirte sind zufrieden

Kreis Düren: Neue Düngemittelverordnung: Die Landwirte sind zufrieden

Der Bundesrat hat den Weg für die neue Düngeverordnung geebnet, teilte jetzt Erich Gussen mit, der Vorsitzende der Kreisbauernschaft. Gussen begrüßt, dass die zuletzt von einigen Bundesländern unter Federführung Nordrhein-Westfalens über den Umweltausschuss des Bundesrates geforderten erheblichen Verschärfungen für die Düngepraxis keine Berücksichtigung in der Verordnung gefunden hätten.

Mit der neuen Düngeverordnung würden Gewässerschutz und bedarfsgerechte Düngung in Einklang gebracht. Dadurch sei es für die Landwirte auch zukünftig möglich, die Standortpotenziale der fruchtbaren Böden im Rheinland auszuschöpfen, sagte Gussen. Allerdings müsse bei der folgenden Umsetzung des komplexen Regelwerks darauf geachtet werden, den bürokratischen Aufwand einzugrenzen.

Dies gelte insbesondere für die noch zu beratenden landesrechtlichen Regelungen.

Gussen sieht Landwirtschaftsminister Remmel nunmehr gefordert, agrarstrukturelle Belange zu berücksichtigen, wenn es in NRW an die Umsetzung der Bundesverordnung für nitratsensible Gebiete geht. Gussen hebt hervor, dass die Düngeverordnung einen Beitrag für den allgemeinen Gewässerschutz leiste, während für den Bereich des Trinkwasserschutzes besondere Ansprüche gelten. Allerdings würde aus politischen Erwägungen heraus die Bevölkerung immer wieder verunsichert und ein enger Zusammenhang zur Düngeverordnung hergestellt, zeigte sich Erich Gussen enttäuscht.

Schließlich arbeiteten Wasserversorger und Landwirte in NRW in so genannten Trinkwasserkooperationen eng zusammen und stimmten Vorgaben für Düngung und Bewirtschaftung der Flächen ab, damit die Bevölkerung mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser versorgt werden könne.

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