Heimbach: Nennt sich „Der Schwede“: Kabarettist Jens Bongard besucht Heimbach

Heimbach : Nennt sich „Der Schwede“: Kabarettist Jens Bongard besucht Heimbach

Wenn ein Lokalmatador aus Hausen auf der Bühne steht, dann lässt sich das Publikum nicht zweimal bitten. Jens Bongards Auftritt war zwei Wochen vor der Show restlos ausverkauft. 70 Besucher fanden sich im Kulturtreff 69 ein.

Der Kabarettist Bongard alias „Der Schwede“ wollte gerne einmal im Kulturtreff auftreten. Sein Programm an diesem Abend hieß „Ich bin Eifler und stolz drauf“.

Ungeniert und mit viel Humor nahm er die Klischees und für Nicht-Eifler zum Teil merkwürdig erscheinenden Eigenheiten der Bewohner der Region aufs Korn. Besonders der Bezug zu den bekannten Nachbardörfern gab dem Programm eine besondere humoristische Note, denn die angesprochenen Aktivitäten und Aktionen, wie etwa der Trekkertreff in Vettweiß, die Thekengewohnheiten bei der Dorfkirmes, das anschließende Eierbacken, das liebevoll als „Nuttenkaramba“ betitelte Parfüm von Frauen oder das Eifelleder — die Cordhose — sind vielen Besuchern nur zu gut bekannt. Alles nun aus einer neuen und anderen Perspektive einmal zu betrachten gefiel den Zuhörern sehr und es wurde viel gelacht.

In seinem Programm widmete sich Jens Bongard auch der Frage, wo die Eifel denn nun eigentlich anfange. „Entweder ist man Eifler oder nicht. Was ist so schlimm daran?“, fragte er sein Publikum. Die Diskussionen in den einzelnen Orten, wer noch zur Voreifel gehöre und wer nicht, stoßen bei ihm auf Unverständnis. „Warum möchte man kein Eifler sein? Verstehe ich nicht“, betonte er.

Mit Herz und Leidenschaft

Besonders schätze er die Fähigkeit der Menschen in der Eifel, Neulinge in die Gemeinschaft aufzunehmen. So scherzte Bongard: „Wenn man einmal akzeptiert ist, was schon mal so vier bis fünf Jahre dauern kann, hat man Freunde fürs Leben gefunden.“ Alles in allem brach er eine Lanze für das Leben in der Eifel. „Was wir in der Eifel machen“, erzählte Bongard, „das machen wir mit Leidenschaft und Herz.“

Das Publikum bekam an diesem Abend nicht nur durch Texte die Tränen vor Lachen in die Augen getrieben, sondern auch durch Musik. Singen kann Jens Bongard nämlich auch. Mit den Musikern Eva Lebertz am Klavier und mit Gesang sowie Uwe Steinhausen an der Gitarre stellte er dem Publikum eigene Lieder vor, die sich auch mit der Liebe zur Eifel beschäftigen.

Zuhörerin Marlene Baumann-Vasbender war begeistert. „Es ist sehr unterhaltsam“, erzählte sie in der ersten Pause des Abends. „Ich besuche hier regelmäßig Kabarett-Veranstaltungen.“

Wer sich das gut dreistündige Programm von Jens Bongard anschauen und herzhaft über die Heimat lachen möchte, der kann dies auch noch am 5. Mai tun. Bei ausreichender Nachfrage wird hier ein Zusatztermin angeboten. Anmeldungen per E-Mail an agk@gmx.de.