Kreis Düren: Naturschützer suchen freiwillige Helfer für den Schutz der Schwalben

Kreis Düren : Naturschützer suchen freiwillige Helfer für den Schutz der Schwalben

Mit dem Bild eines Rauchschwalben-Bodenmosaikes aus einer römischen Villa begann Lothar Gerhards von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Düren seinen Vortrag. Anlass war die Auftaktveranstaltung für ein gemeinsames Projekt der Naturschutzverbände NABU und BUND im Kreis Düren, der Biologischen Station und der Unteren Naturschutzbehörde.

Über 25 Gäste waren gekommen, um sich über die Möglichkeiten zu informieren, wie man den Schwalben helfen kann. Die Bestände der heimischen Schwalbenarten gehen seit Jahren stetig zurück, berichtete Maria Esser (NABU).

Es sind mehrere Probleme, die den Schwalben zu schaffen machen: die zunehmende Flächenversiegelung, die keine Lehmpfütze für den notwendigen Baustoff der Nester mehr übrig lässt, der drastische Rückgang der Insekten, mit denen die Schwalben ihre Jungen füttern, und ein ausgeprägtes Reinlichkeits- und Hygienegefühl, das keinen Vogelkot an der Hausfassade duldet.

Gemeinsam haben sich NABU, BUND, Biologische Station und der Kreis Düren in den vergangenen Jahren engagiert und seit 2005 viele „schwalbenfreundliche Häuser“ ausgezeichnet. Über 1000 Kunstnester wurden an die Hauswand gebracht, von denen gut 70 Prozent von Schwalben angenommen wurden.

Diese Doppelnester können über die Biologische Station im Kreis Düren gegen eine Aufwandsentschädigung von zehn Euro erworben werden. Sie sind besonders dann sinnvoll, wenn bereits eine Mehlschwalbenkolonie in unmittelbarer Nachbarschaft vorhanden ist. Im Einzelfall kann ein Kotbrett unter den Nestern den Sauberkeitsgrad der Hausfassade entscheidend verbessern.

Um sich nach über 15 Jahren noch einmal ein Bild über den aktuellen Zustand der Schwalben in den Dörfern zu verschaffen, sucht die Aktionsgruppe nun nach freiwilligen Helfern, die in ihren Wohnorten die Mehl- und Rauchschwalben erfassen. Interessenten können sich bei mehreren Anlaufstellen melden.

Der NABU-Kreisverband Düren ist erreichbar unter der E-Mai-Adresse vorstand@nabu-dueren.de oder Telefon 02461/ 9967433. Die BUND-Kreisgruppe Düren antwortet auf Anfragen unter der E-Mail-Adresse dorissie@gmx.de oder telefonisch unter Telefon 02429/ 1895. Und die Biologische Station des Kreises Düren ist erreichbar unter der E-Mail-Adresse info@biostation-dueren.de oder unter Telefon02427/949870.

Diejenigen, die sich schon für Schwalben engagieren, erhalten beim NABU Düren eine Plakette mit der Aufschrift „schwalbenfreundliches Haus“.

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