Hürtgenwald: Naturschützer fordern: Windräder außerhalb des Waldes errichten

Hürtgenwald: Naturschützer fordern: Windräder außerhalb des Waldes errichten

Kritik an geplanten Windparks in der Gemeinde Hürtgenwald gibt es von drei Umweltverbänden. Der BUND, der NABU und der Arbeitskreis Fledermausschutz begrüßen zwar die Nutzung der Windkraft, kritisieren aber, dass Waldflächen zerschnitten werden.

Vor der Installation neuer Anlagen sollte die Möglichkeit des Ersatzes geprüft werden, alte Räder sollen von neuen, leistungsfähigeren ersetzt werden. Zudem solle ein kreisweites Konzept erstellt werden, das einerseits die Wirtschaftlichkeit und andererseits die Belange des Naturschutzes berücksichtige.

Die geplanten Konzentrationszonen würden teilweise Bereiche zum Schutz der Natur überlagern. Gerade am Rennweg würde ein „nicht vorbelasteter Raum“ belastet. „Flugkorridore energiesensibler Arten“ würden zerschnitten, es sei von einem „signifikant erhöhten Tötungs- und Verletzungsrisiko“ auszugehen. Der Bebauungsplan sollte aufgegeben werden.

„Wir wollten wissen, wo Windenergie überhaupt möglich ist. Derzeit sind wir mitten im Verfahren, und es ist ist bislang nichts beschlossen worden“, sagte Bürgermeister Axel Buch. Für Konzentrationsflächen stünden „fast ausschließlich“ nur noch Waldflächen zur Verfügung.

Die Zahl der Windränder am Rennweg sei wegen der Einwände der Flugsicherung bereits von elf aus maximal sieben reduziert worden. Der Park lag teilweise in der Einflugschneise von Merzbrück und dem Fliegerhorst Nörvenich. Zu Eingriffen in das Waldgebiet komme es nicht: „Die Wirtschaftswege sollen genutzt werden und die Räder sollen auf vorhandenen Lichtungen gebaut werden“, sagte Buch. „Die Flächen werden aber zunächst einmal genau untersucht.“

(sj)
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