Düren: Närrischer Nachwuchs steht in den Startlöchern

Düren: Närrischer Nachwuchs steht in den Startlöchern

Vorschläge werden erbeten, Bewerbungen sind dringend erwünscht: Wie im Vorjahr um diese Zeit ist beim Festkomitee Dürener Karneval noch kein Prinzenpaar für die bevorstehende Session in Sicht. Und das, obwohl das scheidende Prinzenpaar Peter und Agnes Schmitz feststellte: „Es war eine verdammt tolle Zeit.”

Festkomitee-Präsident Peter Körner gab sich in der Jahreshauptversammlung des Festkomitees „optimistisch, dass wir noch jemanden finden werden”. Von den Delegierten der 28 im Festkomitee zusammengeschlossenen Gesellschaften aus der Stadt Düren ließ sich Körner die Legitimation geben, selbst auf die Suche zu gehen. Präsidium und Präsidentenrunde sind dann ermächtigt das Einverständnis zu geben.

Die Suche nach einem Prinzenpaar ist offenbar nicht so einfach. Vergeblich hatte Prof. Dr. Herbert Schmidt seine Fühler nach Kandidaten ausgestreckt. Ohne Erfolg. Er gab seinen Auftrag an das Präsidium des Festkomitees zurück. „Auch uns ist es nicht gelungen”, bedauerte Peter Körner. Berufliche und familiäre Verpflichtungen seien bei den angesprochenen Personen als häufigste Ablehnungsgründe genannt worden, so der Präsident.

Kenner der Materie erweitern den Katalog um den finanziellen Aspekt, denn Prinzenpaar zu sein erfordert schon den Einsatz einiger tausender Euro. Dennoch ist Körner optimistisch. „Wir stehen noch in Verhandlungen. Es sieht gut aus und ich habe die Hoffnung, schon in Kürze ein neues Prinzenpaar vorstellen zu können.” Namen wollte er nicht nennen.

Dagegen besteht offenbar kein Mangel, Repräsentanten für den närrischen Nachwuchs zu finden. Die neue Kinderprinzessin hielt bereits Hof. Nina Marie Kerz von den Närrischen Nord-Dürenern wurde einstimmig gewählt, vom Festkomitee-Präsidium vorgestellt und von den Vertretern der Gesellschaften mit Glückwünschen überhäuft. Ihr Vorgänger Jannik (Heisinger) gratulierte mit einem Präsent. Die zehnjährige Nina Marie kommt aus einer karnevalistischen Familie. Die Eltern sind bei den Närrischen Nord-Dürenern aktiv und werden die Tochter als Adjutanten begleiten. Bruder David (15) ist Jugendpräsident der Nordstadt-Karnevalisten und soll nach dem Wunsch der Schwester als ihr Page agieren.

Das Präsidium des Festkomitees zeigte sich mit der vergangenen Session „im Großen und Ganzen zufrieden”. Angenommen wurde von den Delegierten eine an aktuellen Rechtsänderungen orientierte Anpassung der Satzung. Mit Mehrheit beschloss die Versammlung, im Falle einer Auflösung des Festkomitees das verbleibende Vermögen auf die Lebenshilfe Düren zu übertragen.

Rolf-Peter Hohn, Präsident des Regionalverbandes, riet den Gesellschaften, „sich neu zu orientieren ohne die Tradition zu verlassen” und warnte davor, den Karneval zu stark zu professionalisieren. Er war dafür, mehr auf regionale Kräfte zu setzen.

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