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Tonspuren-Konzertreihe : Nachtigallen-Ensemble in Kulturfabrik

Tonspuren-Konzertreihe : Nachtigallen-Ensemble in Kulturfabrik

Alte Musik inspirert vom Land der Liebe und der Schönen Künste: Italien. Das Kölner Nachtigallen-Ensemble macht diesen Monat den Auftakt der Tonspuren-Konzertreihe in der Dürener Kulturfabrik.

In der Kulturfabrik Becker & Funck startet am Montag, 17. August, die neue Konzertsaison der Tonspuren mit dem Kölner Nachtigallen-Ensemble. Die Sopranistin Theresa Nelles singt mit Darja Großheide (Traversflöte), Elisabeth Wand (Violoncello), Stefan Koim (Barockgitarre) und Markus Märkl (Cembalo). Die fünf Musiker vermitteln ein Gefühl für Italien und die Bedeutung des Landes für die Musik.

Denn Italien galt bereits im 17. Jahrhundert als das Land der Liebe und der schönen Künste. Die Opernhäuser in Venedig und Neapel zogen jedes Jahr tausende Besucher aus ganz Europa an. Reisen nach Italien gehörten zur guten Ausbildung eines jeden Adligen – und natürlich auch eines jeden Musikers. Deutsche Musiker wie Händel oder Hasse, später auch Johann Christian Bach und Mozart, lernten dort ihr Handwerk und komponierten fleißig im italienischen Stil.

Italienische Musik war ein Exportschlager, und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass venezianische Gondellieder auch in London populär wurden. Dass die Musik von Vivaldi, Scarlatti und Caldara durch ihre Gesanglichkeit und Virtuosität besticht, wird in dem Programm des Kölner Ensembles deutlich.

Der göttliche Sachse

Auch der deutsche Komponist Johann Adolph Hasse, von den Italienern zärtlich „il divino sassone“ („Der göttliche Sachse“) genannt, beherrschte die italienische Musiksprache mit Bravour. Seine Frau war die venezianische Sängerikone Faustina Bordoni. Gemeinsam hatten sie die Musikkultur am Dresdner Hof August des Starken geprägt und sind schließlich doch wieder in ihr geliebtes Venedig zurückgekehrt. Venedig: wo die Gondeln schaukeln, der Karneval und generell die Liebe gefeiert wird.

Tonspuren wird vom Kunstförderverein Kreis Düren veranstaltet. Das Konzert beginnt um 19.30 Uhr und dauert etwa eine Stunde. Es gibt keine Abendkasse. Tische mit zwei bis drei Plätzen können per E-Mail (tonspuren@darja-grossheide.de) reserviert werden. Weitere Infos sind auf der Website zu finden.