Düren: Nach Unfall mit Spezial-Güterzug: Straßenbrücke muss abgerissen werden

Düren : Nach Unfall mit Spezial-Güterzug: Straßenbrücke muss abgerissen werden

Die Brücke am Heerweg über die Bahnstrecke muss abgerissen werden. Der Schaden, der nach dem Unfall mit einem Spezialgütertransport Sonntagfrüh entstanden ist, sei irreparabel. Das teilte Manfred Berger vom städtischen Tiefbauamt am Montag mit.

Die Tragfähigkeit der Brücke sei nicht mehr gegeben. „Selbst wenn ein Fußgänger darüber gehen würde, würde sie einstürzen — das ist nicht übertrieben“, sagte Berger.

Am Montag war eine Zimmerei vor Ort, die die Brücke so stabilisiert hat, dass wenigstens wieder der Zugverkehr unter der Brücke rollen darf. Am Abend teilte Sebastian Nießen, Geschäftsführer der Rurtalbahn, mit, dass „ab Betriebsbeginn am Dienstagmorgen“ die Züge wie geplant zwischen Düren und Linnich fahren werden.

Wie es am Wochenende passieren konnte, dass ein überbreiter Spezialgüterzug mit einem Trafo als Ladung die Brücke derart beschädigte, war auch am Montagnachmittag noch unklar. „Die Ursachenforschung wird noch etwas dauern“, sagte Nießen.

Er sagte auch, dass der Schienenersatzverkehr zwischen der Haltestelle „Im Großen Tal“ und dem Dürener Bahnhof am Montag nicht optimal abgelaufen sei. Laut dem provisorischen Fahrplan betrug die Busfahrzeit aus beiden Richtungen zwischen den Stationen zehn und zwölf Minuten, per Zug sonst drei und fünf.

Auftraggeber des Gütertransportes war die Firma Amprion, die die Umspannanlage in Oberzier betreibt, für die der Trafo bestimmt war. Der Trafo wird derzeit auf Schäden überprüft. Somit ist auch unklar, ob das Gerät wie geplant am Freitag per Lkw von Krauthausen nach Oberzier gebracht werden kann.

(cro)