Nideggen: Nach Kuwait und Wien ist jetzt Nideggen dran

Nideggen: Nach Kuwait und Wien ist jetzt Nideggen dran

Muna Götzes erste Ausstellung war im letzten Jahr im Haus des Gastes in Heimbach. Es folgten Bilderschauen in Kuwait und Wien. Jetzt macht sie, bevor sie mit ihren Gemälden nach Tunesien und Übersee zieht, in ihrer Heimatstadt Nideggen Station.

Sie entdeckte die zurzeit leer stehenden Räume Kirchgasse 4 in Nideggen, wo vormals „Bücher an der Burg” war, für eine dreiwöchige Ausstellung.

„Wenn nicht jetzt, wann dann?”, nannte sie das Thema ihrer Ausstellung spontan. Hat sie sich damit endgültig befreit von dem großen Schatten ihrer Mutter, die Malerin war?

Ihre klein-, mittel- und großformatigen Werke, Acryl auf Leinwand, scheinen noch selbstbewusster von den Wänden zu blicken als vorher. Die Hobby-Malerin ist weiter auf Harmonie bedacht. In ihrem eigenen Seelenleben und auch in ihrer Kunst sucht sie Ausgeglichenheit. Ob ihre Stimmungen in den jeweiligen Bildern wieder zu erkennen sind? Diese Frage verneint sie. Ein graues oder schwarz getöntes Gemälde bedeute nicht zwangsläufig, dass sie während des Malens in trauriger Stimmung gewesen sei. Die Leinwände erstrahlen jedoch vorwiegend farbenfroh.

Muna Götze ist tief in ihrem Innern ein froher Mensch. Mit ihren Bildern möchte sie ihren Mitmenschen etwas von dieser Fröhlichkeit vermitteln. „Malen”, so die Künstlerin, „muss ich immer, selbst bis in die frühen Morgenstunden stehe ich oft an der Staffelei und male.” Dieses Verhalten nennt sie „kreative Bettflucht”. Die Laudatio hielt vor einer hundertköpfigen Fangemeinde Dieter Döppengießer.

Zu sehen sind die Gemälde in Nideggen in der Kirchgasse 4 bis zum 13. September 2009 täglich von 14 bis 19 Uhr.

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