Düren: Nach dem Beben noch geflachst

Düren: Nach dem Beben noch geflachst

Das Erdbeben nahm Gert Engels gelassen hin: „Es hat gewackelt. Das war alles. Ich habe nur geschaut, dass ich aus dem Bereich der Flutlichtmasten kam.” Seit rund 20 Jahren lebt der Dürener in Japan.

Den früheren Profi von Borussia Mönchengladbach und Spieler der SG Düren 99 können Erdstöße nicht erschüttern. Denn sie gehören zum Alltag.

Und so nahmen Engels, die Kicker Japans und der Philippinen, ihre Trainerstäbe und die übrigen Verantwortlichen das Beben am Freitag vorvergangener Woche nach einem Testspiel rund 100 Kilometer von Tokio entfernt gelassen hin: „Wir haben noch geflachst, die Sache abgehakt.” Der Schrecken fuhr ihnen später in die Knochen.

Tage später flog Engels mit Frau und Kindern nach Düren: „Schon lange war geplant, dass ich wegen einer japanischen Juniorenauswahl jetzt nach Deutschland kommen würde, aber dann haben wir beschlossen, dass wir früher fliegen und die ganze Familie mitkommt.” In Kürze wird er aber der Kreisstadt wieder den Rücken kehren: „Wir werden auf jeden Fall in einigen Tagen wieder nach Japan fliegen und dort leben.” Die zweite Heimat lässt Gert Engels nicht los.

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