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Im Theater wird wieder gespielt: „Must be Love!“ im Haus der Stadt

Im Theater wird wieder gespielt : „Must be Love!“ im Haus der Stadt

Im Theater im Haus der Stadt Düren sollen in Kürze wieder Veranstaltungen stattfinden. Den Anfang machen die Oper La Traviata und die Comedyshow „Must be Love!“.

Endlich gibt es wieder eine gute Nachricht aus dem Theater Düren. Aufgrund der stabil-niedrigen Zahlen in Kreis und Stadt Düren und nach den neuen Bestimmungen der Coronaschutzverordnung des Landes NRW öffnet das Theater im Haus der Stadt mit zwei Vorstellungen: La Traviata und „Must be Love!“.

Für beide Vorstellungen sind noch Karten erhältlich. Infos gibt es unter Tel.: 02421/25-2525 oder per E-Mail unter theaterkasse@dueren.de. Weitere Informationen und Tickets gibt es auch im Internet: www.tickets.dueren.de. Für den Zugang ins Haus der Stadt ist der Nachweis eines Negativtestes erforderlich. Die Veranstaltungen finden mit besonderer Rückverfolgbarkeit und Einhaltung des Mindestabstandes statt.

Drs. Gabriele Gellings, Leitung von Düren Kultur, freut sich – gemeinsam mit dem Team des Dürener Theaters – sehr über die Öffnung des Hauses: „Es ist toll, dass wir Künstlerinnen und Künstler sowie unser Publikum wieder willkommen heißen dürfen!“

Nach den beiden Terminen im Juni hat das Theater Düren zunächst eine kurze Spielpause, bevor es ab dem 7. August bis zum 5. September mit einer vierwöchigen Sommerbühne auf dem Rudolf-Schock-Platz vor dem Dürener Haus der Stadt weitergehen wird. Ab dem 14. Juni startet für das vierwöchige Programm mit Theatervorstellungen, Konzerten, Workshops, Tanz und Sport und vielem mehr der Kartenvorverkauf.

„Auch die Sommerbühne ist coronakonform geplant, mit Hygiene- und Sicherheitsvorkehrungen“, sagt Gabriele Gellings – nach einem kurzen Blick in die Zukunft und die Wiederaufnahme des regulären Spielbetriebes – und denkt zunächst an die kommenden Herausforderungen. „Für jetzt hoffen wir, dass wir das Publikum mit unserem Hygienekonzept überzeugen können. Die Öffnung erfolgt schrittweise, damit sich der Betrieb wieder einspielen kann.“

Ab Montag, 14. Juni, öffnet auch wieder die Theaterkasse im Haus der Stadt. Hier wird vorübergehend und ausschließlich die Beratung und der Ticketverkauf erfolgen. Ein Ticketverkauf im i-Punkt ist vorerst nicht vorgesehen. Die Theaterkasse ist montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr und 14 bis 16 Uhr geöffnet. Ein Zugang ist möglich nach vorheriger Terminvereinbarung per E-Mail (theaterkasse@dueren.de) oder telefonisch unter 02421/25-2525.

Am Donnerstag, 24. Juni, wird um 19.30 Uhr die Oper La Traviata in einer Kammerversion in drei Akten im Haus der Stadt aufgeführt. La Traviata gehört zu den wohl bekanntesten und meistgespielten Opern von Giuseppe Verdi. Zwischen Bürgertum und Pariser Halbwelt, zwischen Liebe und Krankheit – La Traviata porträtiert den Lebens- und Liebeshunger der an Schwindsucht erkrankten Kurtisane Violetta, die am Ende auf ergreifende Weise Abschied vom Leben nehmen muss.

Was für ein wunderbares Erlebnis es ist, einem großen Opernstoff wie La Traviata in sein musikalisch-dramatisches Innenleben zu folgen und die Partitur nah und unverstellt zu erleben, demonstriert die Compagnia Nuova auf beeindruckende Weise. Die Protagonisten starteten mit der Vision, große romantische Opern authentisch und in unmittelbarer Klarheit zu inszenieren.

Die Regie der Neapolitanerin Silvia Aurea De Stefano ist dabei auf Werktreue und Verständlichkeit ausgelegt, die fünf Sänger verfügen über exzellente Opernstimmen und mitreißende Spielfreude. Mit Genauigkeit und Feingefühl wird dem zeitlosen Stoff über die gemeinsame Kraft des Spiels seine Aktualität verliehen.

Einen gewichtigen Anteil trägt der musikalische Leiter Andrés Juncos. Er war über zehn Jahre als Solorepetitor am Teatro Colón und sechs Jahre als Kapellmeister an der Opera Oviedo tätig und hat weltweit große Opernproduktionen mit Stars wie Angela Gheorghiu, Mirella Freni, Sherrill Milnes oder Renato Bruson einstudiert. Als Dirigent und eben ganz besonders vom Klavier aus weiß er um jede musikalische Nuance und versteht es Sänger zu führen. Aus dieser engen Interaktion entsteht eine bezwingende musikalische Dichte, die den kompositorischen Kern freisetzt und gleichsam eine packende schauspielerische Intensität ermöglicht.

„Must be Love!“ heißt es am „Samstag, 26. Juni, 20 Uhr, im Haus der Stadt, von und mit Arthur Senkrecht (Arnd Schimkat) und Sven Hussock (Ersatztermin für den 4. November 2020). Das muss Liebe sein: Trotz vorangegangener Paartherapie streitet sich das verrückte Paar so herrlich durch den Abend, dass es eine wahre Freude ist. Dabei kreieren die beiden Bühnenprofis in ihrer Clown-Comedyshow immer auch echte emotionale Tiefe und Poesie. Sie schöpfen ihren ans Herz gehenden Humor aus der Tradition Karl Valentins, sie übersetzen die Kunst Laurel und Hardys in unsere Zeit, erinnern an so wunderbare komische Schauspieler wie Jack Lemmon und Walter Matthau.

Was bei den beiden so locker, leicht und hochkomisch daherkommt, ist in Wahrheit allerdings ein präzises und fein inszeniertes Bühnenkunstwerk, bei dem kein anderer als der große Clown David Shiner Regie führte.