Düren: Musik für Flüchtlinge: Willkommen im „Weltdorf Düren“

Düren: Musik für Flüchtlinge: Willkommen im „Weltdorf Düren“

Fünf Bands spielten am Samstagabend auf dem Dürener Marktplatz beim „Konzert für Offenheit, Toleranz und Hilfsbereitschaft“ mit. Die Open-Air-Veranstaltung trug den Titel „Musik verbindet Menschen — Wozu sind Kriege da?“ Leider spielte das Wetter nicht mit.

Zwar ließ der ausrichtende Verein „World of Music Düren“ mit seinem Vorsitzenden Norbert Schmitz an der Spitze vom Regen nicht abhalten und die Veranstaltung ohne Unterbrechung stattfinden, doch was die Zuschauer angeht, hätte das Konzert eine weitaus größere Anzahl verdient. Versammelten sich zu Beginn noch rund 100 Musikfreunde rund um die Bühne, die vor dem Bürgerbüro aufgestellt worden war, suchten die Gäste aufgrund des starken Regens zwischenzeitlich immer wieder das Weite.

Norbert Schmitz organisierte das Konzert innerhalb von wenigen Tagen. Foto: Gudrun Klinkhammer

Norbert Schmitz, 56 Jahre alt und Eventmanager im Ruhestand, berichtete während der Veranstaltung, wie es zu der Idee kam: „Mit Markus Haase, dem Frontsänger der Udo-Lindenberg-Tribute-Band ,Die Panikpräsidenten‘, keimte vor gut einer Woche der Gedanke auf: Mensch, auch als Musiker müssen wir uns deutlich positionieren, was die Flüchtlinge angeht.“

Also nahm Norbert Schmitz die Zügel in die Hand, seine Vorbereitungszeit belief sich auf acht Tage. Er startete Aufrufe, um Bands für das Projekt zu gewinnen und stellte bei der Stadt einen Genehmigungsantrag. Schmitz: „Die Stadt bewies viel Hilfsbereitschaft und arbeitete uns gut zu. Innerhalb von 24 Stunden hatten wir die Genehmigung.“

Dürens Bürgermeister Paul Larue begrüßte die Anwesenden. Er sprach von 450 Flüchtlingen, die derzeit in der Stadt in Übergangsheimen leben, von 150 Erstaufnahmen und von mehr als 500 Personen aus fernen Ländern, die demnächst in der ehemalige Bundeswehrkaserne Gürzenich-Wald Zuflucht finden sollen.

Larue: „Die Flüchtlinge sind in Düren, einem mittelgroßen Weltdorf, herzlich willkommen. Das kann auch die Musik ausdrücken, denn Musik verbindet alle Kulturen.“ Das Konzert sollte den Willen unterstreichen, friedlich miteinander zu leben. An den musikalischen Start gingen in Düren „Funk Force 5“, „Second Face“, „The Backyard Band“, „Be In It“ und die „Panikpräsidenten“.

Der Verein „World of Music Düren“, dem aktuell rund 30 Mitglieder angehören, wurde vor einem Jahr aus der Taufe gehoben. Schmitz: „Unser Ziel ist es, Talent- und Kulturförderung in Düren und Umgebung zu betreiben.“

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