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Gürzenich: Munitionsdepot wird Ende 2009 geräumt

Gürzenich : Munitionsdepot wird Ende 2009 geräumt

Die Zeit, in der die Bundeswehr in der Kaserne-Gürzenich-Wald Munition lagerte, neigt sich dem Ende zu.

Bis Mitte des Jahres werden die letzten Patronen das ehemalige Luftwaffendepot verlassen, Ende des Jahres wird die 1953 von den Engländern übernommene Kaserne vollständig geräumt sein und in den Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) übergehen.

Wie eine zivile Nutzung des 150 Hektar großen Areals aussehen könnte, ist derweil noch völlig offen und „abhängig von den Auflagen, die die Bezirksregierung mit der künftigen Nutzung verbindet”, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende Karl-Albert Eßer, der den parlamentarischen Staatssekretär Thomas Rachel und Bürgermeister Paul Larue zu einem Informationsbesuch in die Kaserne begleitete.

Dass in den Stahlbetonbunkern hochsensible Computerdaten gespeichert werden könnten, bleibt eine Variante. „Die Lagerkapazität von mehr als 6000 Quadratmetern und die interessante Infrastruktur mit Gleisnetz bieten aber verschiedene Möglichkeiten”, so Rachel. Ein Geologe soll jetzt zeitnah die Frage möglicher Altlasten überprüfen. Rachel und Larue freuten sich, dass für die noch in Gürzenich tätigen Mitarbeiter sozialverträgliche Lösungen gefunden wurden und die Bundeswehr die 40 Einfamilienhäuser der Wohnsiedlung „Im Eichenbruch” weiter nutzt.

Sie sind von der Schließung nicht betroffen und werden auch künftig von Bundeswehrangehörigen aus den Kasernen in der Region bewohnt. Nun gehe es darum, möglichst schnell für die Liegenschaft eine angemessene Nutzung zu finden, betonte Rachel, auch im Interesse der Anwohner. Die Stadt prüft bereits seit geraumer Zeit mögliche Alternativen und hat einen Arbeitskreis eingerichtet.