Mundartfestival der "AG Schnüss" Ende August im Willy-Brandt-Park

„Mundart ist ein Stück Heimat“ : Mundartfestival der „AG Schnüss“ im Willy-Brandt-Park

Therese von Slawinski-Langkau ist nach 25 Jahren das erste weibliche Vorstandsmitglied der „AG Schnüss“. Beim Mundartfestival im Willy-Brandt-Park moderiert sie auch.

In einem Verein Mitglied zu werden, bedeutet für Therese von Slawinski-Langkau immer mehr, als nur jährlich ihren Beitrag zu überweisen. Das war beim Heimat- und Geschichtsverein in Vettweiß so, beim Förderverein der Kirche St. Michael in Kelz auch und auch als die 59-Jährige sich entschlossen hat, bei der „AG Schnüss“ Mitglied zu werden, war für sie von Anfang klar, sich aktiv einbringen zu wollen. Seit kurzem ist von Slawnski-Langkau Schatzmeisterin und damit das erste weibliche Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft. „Mundart“, sagt die Ehrenamtlerin, ist für mich ein Stück Heimat.

Ich empfinde unsere Sprache wie Wurzeln, die man im Laufe seines Lebens entwickelt hat. Bei den Kindern geht das Dürener Platt leider immer mehr verloren. Deswegen war es mir auch so wichtig, mich bei der ‚AG Schnüss’ zu engagieren.“ Vor drei Jahren hat sie in der Innenstadt einen Infostand der Arbeitsgemeinschaft, zu der mittlerweile 145 Bands und Einzelpersonen gehören, gesehen und den Mitgliedsantrag ausgefüllt. „Aber ich wollte mich auch einbringen.

Ich bin regelmäßig zu den Mitsing-Konzerten gegangen, war beim Mundartfestival. Und als mein Vorgänger sein Amt als Kassierer aufgegeben hat, wurde es mir angetragen.“ Therese von Slawinski-Langkau hat sich gut überlegt, ob sie diese Aufgabe übernehmen möchte. Sie ist zwar beruflich mit dem Thema Steuern und Steuerrecht beschäftigt, aber der Kassierer der „AG Schnüss“ hat eine große Verantwortung – vor allem auch bei der Organisation des dreitägigen Mundartfestivals  (23. bis 25. August) im Willy-Brandt-Park, dessen Medienpartner unsere Zeitung ist. „Das war keine Entscheidung, die ich aus dem Bauch heraus gefällt habe. Das habe ich mir schon sehr gut überlegt. Aber ich bin sehr dankbar, dass mir diese Amt anvertraut wurde.“

Das 26. Mundartfestival ist für Therese von Slawinski-Langkau etwas ganz besonderes. „Im vergangenen Jahr habe ich die Betreuung von ‚Brings’ übernommen“, erzählt sie. „Diesmal stehe ich selbst in der Verantwortung. Das ist nochmal etwas ganz anderes, vor allem, weil ich auch Teile der Moderation übernehmen werde, also nicht nur im Hintergrund arbeite.“ Besonders freut sich Therese von Slawinski-Langkau, dass Charlie Brand, Gründungsmitglied der „Räuber“ diesmal Ehrenmitglied der „AG Schnüss“ wird. „Das ist meine Generation und meine Musik.“ Sie freue sich aber auch auf den Abend mit „Köbes Underground“, der Hausband der Kölner Skunksitzung.

„Ich denke, dass bei diesem Festival die Mischung stimmt.“ Überhaupt sei es vor allem die familiäre Atmosphäre, die das Festival der AG „Schnüss“ ausmache. „Jeder ist bei uns willkommen. Die drei Tage machen einfach riesigen Spaß.“ Dass der „AG Schnüss“-Vorstand in den vergangenen 25 Jahren ein reines Männer-Clübchen war, ist für Therese von Slawinski-Langkau kein Problem. „Das war auch keine Absicht“, sagt sie und schmunzelt. „Es hat sich einfach nicht ergeben, dass eine Frau in den Vorstand gegangen ist.“ Sie sei von Anfang an sehr gut aufgenommen worden. „Ich glaube, es war einfach Schicksal, dass wir zusammengefunden haben.“

www.agschnuess.chayns.net

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