Heimbach: Mozart-Abend begeistert Zuhörer

Heimbach: Mozart-Abend begeistert Zuhörer

„Drei Busserln, zuckersüße, fliegen daher“, hieß ein Mozart-Abend zugunsten von Flüchtlingen. Die „Jungen Alten“ Heimbach und das Atelierhaus „treppauf-treppab“ hatten eingeladen, im Atelier war kein Platz mehr frei.

Mozart, seine wunderbare Musik, Skizzen aus seinem Leben und Auszüge aus den Briefen standen im Mittelpunkt des Abends. Mit dem Rondo C-Dur, Allegro, eröffnete Paula Schipperges am Klavier den Reigen. Liebliche Klänge erfüllten den Raum.

Ulrike Schwieren-Höger las die Text. Der erste Brief war von Vater Leopold, der über sein Glück schrieb, dass der kleine Wolfgang geboren sei. Die Lektorin hatte sich gut vorbereitet und Briefe aus allen Lebensphasen des Wunderkindes ausgewählt.

Da war von lustigen Kutschenfahrten die Rede, von Auftritten bei Hofe, von grandiosen Erfolgen. An sein „liebstes, bestes Weibchen“ schreibt Mozart über den Erfolg der „Zauberflöte“ und schickt ihr „drei Busserln“. Es gibt Briefe mit übermütigem Ton und lustigen Reimen, aber man erfährt auch von Missgunst, Trauer und Geldnöten.

„Mozart hatte kein leichtes Leben, trotzdem ist es ihm gelungen, so viel Lebensfreude weiterzugeben, dass wir uns heute noch daran erfreuen“, sagte Ulrike Schwieren-Höger. Kraftvoll kam der „Türkische Marsch“ daher, und in das Andante der Sonate C-Dur legte Paula Schipperges all ihre Verehrung und ihre Freude.

Der Applaus wollte kein Ende nehmen. Als Zugabe erklang das Stück „Komm, lieber Mai, und mache“. Die Zuhörer sangen das bekannte Lied gerne mit.

(ale)
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