Nörvenich: Mountainbiker Mennen siegt beim „Andalucia Bike Race“

Nörvenich: Mountainbiker Mennen siegt beim „Andalucia Bike Race“

Beim „Andalucia Bike Race“ in Spanien sicherte sich der aus Nörvenich stammende Mountainbiker Robert Mennen mit seinem österreichischen Partner Alban Lakata den Gesamtsieg. Dabei war das in der dritten Auflage stattfindende Mountainbike-Etappenrennen über 400 Kilometer und 13.000 Höhenmetern auch in diesem Jahr hochkarätig besetzt.

Zu den mehr als 600 Teilnehmern gehörte auch der spanische Starfahrer Jose Hermida (Olympische Silbermedaille Athen 2004, Cross-Country-Weltmeister 2010, 3 x Europameister). Gefahren wurde in Zweierteams. Für die Wertung war es erforderlich, dass die Teammitglieder den kompletten Wettbewerb mit maximal zwei Minuten Unterschied zueinander auf jedem Punkt der Route beendeten.

Waren die Anstiege in der Provinz Cordoba noch überschaubar, gab es ab der dritten Etappe lange Steigungen und knifflige Abfahrten zu bewältigen, die zudem teilweise verschneit beziehungsweise vereist waren. Der fünfte Renntag hatte dann noch eine frostige Überraschung parat. Strömender Regen in den Niederungen sowie nicht mehr als zwei Grad und neuer Schneefall in den Bergen der Provinz Jaen ließ die Rennleitung vernünftigerweise zu der Entscheidung kommen, diese Etappe aus Rücksicht auf die Gesundheit der Teilnehmer abzusagen. Am Folgetag waren die Bedingungen auf dem sechsten und letzten Streckenabschnitt rund um Jaen zwar nicht ganz so heftig, doch trotzdem alles andere als angenehm.

Das Duo Mennen-Lakata zeigte auf allen Teilstücken sehr konstante Leistungen und gab die früh geholte Führung in der Gesamtwertung nicht mehr ab. Umso verständlicher, dass die Sieger im Ziel bestens gelaunt waren: „So ein Saisonstart ist genial”, meinte Robert überglücklich. „Aber trotz unseres komfortablen Vorsprunges war es auch heute nicht einfach. Unten war es nass und matschig, oben in den Bergen kalt und zum Teil verschneit. Da muss man höllisch aufpassen.”

Auch Teamkollege Alban Lakata war trotz der teilweise schwierigen Bedingungen voll des Lobes: „Alles in allem ein super Event hier in Andalusien — eine hervorragende Organisation, eine tolle Medien-Präsenz und begeisterte Zuschauer. So einen Sieg nimmt man immer gerne mit, zumal das auch wichtige Punkte für die UCI-Weltrangliste gibt.” Denn immerhin sei dies ein Rennen der zweithöchsten Kategorie. „Aber das schönste”, sagte der Marathon-Weltmeister von 2010, sei die Gewissheit, über die körperliche Leistungsfähigkeit und das optimale Setup gefunden zu haben: „Das komplette Team funktionierte einfach perfekt und der technische Support war hervorragend”, schwärmte der 33-Jährige Österreicher.

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