Arnoldsweiler: Motocross-Unfall: Die Europameister überschlagen sich beim Start

Arnoldsweiler: Motocross-Unfall: Die Europameister überschlagen sich beim Start

Beim traditionellen Motocross-Rennen des MSC Arnoldsweiler trotzten über 300 Teilnehmer Hitze, Staub und der anspruchsvollen, mit Sprunghügeln gespickten Strecke am Tagebau. Im Brennpunkt stand der dritte Lauf zur Europameisterschaft der Seitenwagen, der am Fuße der Sophienhöhe ausgetragen wurde. 33 Teams donnerten mit ihren Gespannen über Stock und Stein.

In der Gesamtwertung tobt ein spannender Vierkampf zwischen den bis dahin führenden Christian Corthouts /Dennis van den Buick (Belgien) und Jarno Boomen/Henry van den Wiel (Niederlanden) sowie ihre belgischen Verfolgern Goethals/Vandeusern und Descheemeaeker/Pilaert.

Die Niederländer siegten an diesem Tag in zwei von drei Wertungsläufen und setzten sich an die Spitze der Gesamtwertung nach drei von sechs Rennen. Es war ein knüppelharter, aber fairer Kampf um die Positionen. Schon beim Start des ersten Laufes kam es in der Auslaufkurve nach dem Start zu einer Massenkarambolage, die allerdings schlimmer aussah als sie eigentlich war.

Die Europameister Jarno Boomen/Henry van den Weil überschlugen sich und weitere nachfolgende Gespanne stürzten. Vom letzten Platz aus rollten die beiden Niederländer das Feld mit ihrer Zweizylinder-Zweitakt-Maschine auf und erkämpften sich sensationell den vierten Platz.

Was die vierfachen Europameister an diesem Tag boten, war Motocross auf höchstem Niveau. Unangefochten gewannen sie die beiden folgenden Läufe und schoben sich somit in der Gesamtwertung auf Platz 1. Die führenden Belgier Christian Corthouts /Dennis van den Buick ließen sie hinter sich. Die deutschen Vertreter haben im Kampf um den Titel keine Chance.

Auch die weiteren Rennen hatten es in sich und auch die Fahrer aus der Region zeigten beachtliche Leistungen. Allen voran Frank Jansen-Teitz aus Heinsberg, der in der Inter-Open-Klasse sein Können voll ausspielte. Der 34-jährige Routinier hielt die jungen Wilden auf Distanz.

Obwohl Alexander Farkas den ersten Start gewann, zeigte ihm der vierfache Europameister Frank Jansen-Teitz aber schon nach wenigen Runden das Hinterrad und gab die Führung bis Ende des ersten Laufes nicht mehr ab. Auch im zweiten Lauf führte der Heinsberger von Beginn an und brauste wie entfesselt durch den Parcours. Nur ein platter Hinterreifen zwang ihn langsamer zu fahren. Das gab seinem belgischen Verfolger Tom Schepmans die Chance, ihm den zweiten Sieg noch streitig zu machen. Auf Grund eines schweren Sturzes wurde der zweite Lauf abgebrochen, und die rote Flagge sorgte dafür, dass Jansen-Teitz den Lauf auf seiner Suzuki gewann.

70 Jahre

Bei den „Oldtimern“, den Twinshock-Motorrädern, spielte Herbert Schmitz (Kreuzau) seine Extraklasse aus und erkämpfte sich den zweiten Platz. Der ehemalige Deutsche Moto-Cross-Meister zeigte, was man alles auf einer Werks-Maico Baujahr 1981 anstellen kann, wenn man die Maschine beherrscht. Mit seinen 66 Jahren war der Ausnahmefahrer nicht der älteste Teilnehmer dieser Klasse, der war nämlich 70 Jahr alt.

Den ersten Platz bei den Mini sicherte sich Max Wergen vom MSC Kleinhau. Er fuhr bei den jüngsten Fahrern mit ihren 50 Kubikzentimeter-Motorrädern der Konkurrenz auf und davon. Vom MSC Arnoldsweiler sicherte sich Matthias Pflug bei den Junioren Open den ersten Platz. Sein Clubkamerad David Schwieren landete in dieser Klasse auf Rang 22.

Mehr von Aachener Zeitung