Nideggen: Mitglieder fehlen der Sebastianus-Schützenbruderschaft nicht

Nideggen: Mitglieder fehlen der Sebastianus-Schützenbruderschaft nicht

Neben dem Schützenfest im Sommer feiert die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Nideggen im Januar Jahr für Jahr ihr Winterschützenfest. Am vergangenen Samstag hieß es für die Mitglieder früh aufstehen.

Um 9.15 Uhr mussten sie auf dem Marktplatz antreten, um 9.30 Uhr ging es dann zur Festmesse in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist.

Zelebrant war — wie seit Jahren — Professor Dr. Philipp Müller, ein gebürtiger Nideggener mit Lehrstuhl in Mainz. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Blasorchester aus Vlatten. In der Kirche und an der Marienkapelle wurde verstorbener Mitglieder gedacht.

Königsorden

Im Ratskeller ehrten Schützenchef Siegfried Schröder und die Chefin des Bezirksverbandes Düren-Süd, Hanni Kurth, verdiente Mitglieder und Jubilare. Für 65 Jahre Mitgliedschaft wurde Arnold Virnich geehrt. Sechs Jahrzehnte dabei sind Alexander Kostromski, Hans-Peter Belden, Hans Offermann und Hans-Josef Weber. Besonders geehrt wurde der Ehrenchef des Offizierskorps, Walter Neidhöfer, für seine Verdienste als langjähriger Schützenchef des Offizierskorps von 1977 bis 1997. Den Königsorden des Jahres 2016 trägt nun Schützenkönig Stefan Peters.

Der stellvertretende Schützenchef Bernd Hahne, der anstelle von Siegfried Schröder einige Zeit die Angelegenheiten der Bruderschaft lenkte, wurde von Hanni Kurth im Auftrag des „Hochmeisters und des Bundesschützenmeisters“ ebenso mit dem Silbernen Verdienstkreuz geehrt wie Jungschützenmeister Klaus Schneider.

Mitgliedersorgen habe man in der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Nideggen nicht, signalisierte Schröder, denn auch während dieses Patronatsfestes wurden sechs neue Mitglieder durch Ritterschlag aufgenommen: Lukas Birkelbach, Dr. Eberhard Dittmar, Wilfried Dresen, Bernd Frings, Michael Klesper und Yannik Weiser.

Ehrengäste waren Ortsvorsteher Sigurd Nießen, Bürgermeister Marco Schmunkamp und Landrat Wolfgang Spelthahn, der an diesem Tag die Festrede hielt. Schröder hatte den gebürtigen Jülicher Spelthahn als „Besitzer der Burg Nideggen“ begrüßt.

Der Landrat frotzelte zum Vergnügen der Versammelten, dass er sich vorstellen könne, die Burganlage, die den Kreis 400.000 Euro Unterhalt per anno koste, mittels „Bierdeckel“ an die Stadt Nideggen zu verschenken. Vielleicht könnte die Burg ja dann auch als neues Schützenheim dienen?

Spelthahn nahm in seiner Rede auch Bezug auf die Einführung Donald Trumps als neuen amerikanischen Präsidenten und warnte vor der Entwicklung in vielen Ländern Europas, demokratische Werte wie Toleranz und Freizügigkeit infrage zu stellen.

Er lobte die Mitglieder der Nideggener Schützenbruderschaft und forderte sie mit dem Satz „Sie werden gebraucht“ zum Weitermachen auf.

(bel)
Mehr von Aachener Zeitung