Düren/Birgel: Mit viel Humor von Briefkasten zu Briefkasten

Düren/Birgel: Mit viel Humor von Briefkasten zu Briefkasten

Der Tag von Michael von Ameln beginnt um halb sieben im Zustellpostamt Düren an der Malteserstraße. Zunächst werden die Kurzbriefe sortiert. Dann das „Langholz” im DIN-A-4-Format, wie es unter den Postboten heißt.

Mit Zeitungen gesellen sie sich zu den Briefen in den einzelnen Spindfächern. Stets nach Gangfolge sortiert von Ameln seine Post. Um halb neun werden die Pakete ins Auto geladen, dann geht es ab in den Zustellbezirk.

Michael von Ameln mag seinen Job als Postzusteller. Und er macht ihn gut. Richtig gut. Das finden zumindest seine Kollegen. Sie wählten den 36-jährigen Birkesdorfer zum „Zusteller des Jahres” im Dürener Raum.

„Ich war völlig überrascht von der Wahl, habe nicht damit gerechnet. Darum freue ich mich umso mehr”, erzählt ein stolzer Briefzusteller. Pokal, Urkunde und Anstecknadel durfte er samt dem Titel einheimsen. Auch Franz-Josef Blum, stellvertretender Leiter des Zustellpostamtes, ist stolz: „Das zeigt doch, dass gute Arbeit geleistet wird!”

Michael von Ameln ist schon 18 Jahre dabei. „Früher wollte ich Polizist werden, aber der Job bei der Post hat mich dann sehr gereizt. Das liegt vor allem am Postboten in meiner Kindheit. Der hat immer mit mir Fußball gespielt”, erzählt von Ameln.

Nach Ausbildung und Einsätzen in verschiedenen Bezirken ist er mittlerweile Gruppenspringer in den Bezirken Lendersdorf, Birgel, Niederau, Kufferath und Berzbuir. Und die Menschen, denen er dort Tag für Tag die Post zustellt, kennen ihn gut.

„Er ist stets pünktlich. Wir können uns hier in Birgel wirklich nicht beklagen. Das ist alles vom feinsten”, urteilt Ur-Birgeler Josef Plück über seinen Zusteller. Und auch Bote von Ameln kennt Namen, Adresse und gar die Autokennzeichen seiner Kunden. „Da fährt man schließlich jeden Tag vorbei”, witzelt er.

Die Zeiten haben sich aber auch für Postboten gewandelt. „Heute muss alles schnell gehen. Firmen warten oft ungeduldig auf Pakete”, weiß Michael von Ameln. Hetzen lässt er sich aber lange nicht. „Man muss in unserem Job die Nerven behalten, sich auch einmal Zeit für einen netten Plausch nehmen”, weiß der Zusteller des Jahres.

Oft danken Kunden das mit Kuchen oder einer Einladung zum Reibekuchenessen. „So etwas kann man natürlich nicht immer annehmen”, sagt von Ameln lachend. Und auch seine Kollegen bei der Post wissen seine lockere Art zu schätzen. Denn neben seiner Zuverlässigkeit schätzen sie seinen Humor und seine Hilfsbereitschaft.

Flexibilität, Freundlichkeit und Pünktlichkeit nennt von Ameln als Grundprinzipien in seinem Beruf. So beeindruckt man dann Kollegen und auch Kunden.

Mehr von Aachener Zeitung