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Besuche im Wald: Mit Rücksicht auf die wilde Kinderstube

Besuche im Wald : Mit Rücksicht auf die wilde Kinderstube

Auch in Zeiten von Corona gilt: Naturbesuche sollen mit Rücksicht auf die „wilde Kinderstube“ erfolgen. Viele heimische Tiere bringen nämlich im Frühjahr ihren Nachwuchs zur Welt.

In der aktuellen Situation zieht es die Menschen vermehrt in die Natur. Frische Luft, der beginnende Frühling und ein Ausgleich zu vielen Ungewissheiten sind Grund genug, die Zeit im Freien zu genießen. Doch gerade jetzt ist die heimische Natur besonders sensibel. Viele heimische Wildtiere bringen im Frühjahr ihren Nachwuchs zur Welt.

„Wir sind selber häufig draußen und verstehen nur zu gut, dass viele Menschen gerade jetzt ihre Zeit in der Natur verbringen.“, erklärt Richard Hansen, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Düren. „Dabei sollten wir uns aber alle bewusst bleiben, Rücksicht auf Jungtiere zu nehmen. Die Brut- und Setzzeit ist in vollem Gange.“ Junge Feldhasen, Frischlinge und Bodenbrüter brauchen viel Ruhe. Die Elterntiere können wegen Stress und Störungen sogar ihren Nachwuchs verlassen oder das Füttern einstellen. „Deswegen appellieren wir an alle Naturbesucher: Verhalten Sie sich bitte achtsam“, so Hansen weiter.

Die meiste Zeit des Tages ist der Nachwuchs allein und durch Tarnung vor Feinden geschützt. Hat er aber den Geruch des Menschen angenommen, wird er oft von den Elterntieren verstoßen. Vermeintlich verwaiste Jungtiere sollten daher nicht angefasst werden. Zudem ist es in der Brut- und Aufzuchtszeit besonders wichtig, dass Hunde beim Spaziergang im Einflussbereich bleiben oder besser noch an der Leine geführt werden. Freilaufende Hunde können dem wilden Nachwuchs derzeit erheblich schaden.

„Mit Bedacht in der Natur aufhalten ist sehr schön und gar nicht schwer. Wenn Sie auf den Wegen bleiben, fühlen sich die Wildtiere nicht gestört. Sie können die Natur genießen und auch in diesen extrem außergewöhlichen Zeiten Ihren Akku auftanken“, empfiehlt Hansen „Wenn wir einfache Verhaltensregeln einhalten, vermeiden wir unnötiges Tierleid!“

Einfache Verhaltensregeln in der Natur: 1. Bleiben Sie auf den Wegen. 2. Fassen Sie keine vermeintlich verwaisten Jungtiere an. 3. Führen Sie Ihren Hund an der Leine.