Düren: Mit 95 Jahren noch im Einsatz für den Nächsten

Düren: Mit 95 Jahren noch im Einsatz für den Nächsten

Der Tag des Ehrenamtes ist für Bürgermeister Paul Larue jedes Jahr ein Tag der Freude. Es treten Menschen ins Rampenlicht, die ihre ehrenamtliche Tätigkeit meist im Stillen verrichten. Sie werden von Bekannten, Freunden oder Arbeitskollegen vorgeschlagen, die diese ehrenamtliche Arbeit gewürdigt wissen wollen. Düren, betonte Larue, ist eine Stadt des Ehrenamtes.

Der Stadt komme es zugute, sagte der Bürgermeister, dass sie in ihrer Größe überschaubar ist, denn je kleiner eine Gemeinschaft sei, desto eher wüchsen die Mitmacheffekte. Einen interessanten Aspekt aus soziologischen Untersuchungen konnte Larue in seiner Begrüßungsrede kundtun: Wenn Kinder da sind, sind Erwachsene eher bereit, ehrenamtliche Tätigkeiten zu übernehmen. Nicht die Stubenhocker sind gefragt, sondern die Leute, die nach draußen gehen und gucken, was rechts und links von ihnen passiert.

Jugendliche und Senioren

Rechts und links findet man zwei Gruppen, um die sich die Ehrenamtler besonders kümmern müssen: die Jugendlichen und die alten Menschen. Jugendliche lernen in Vereinen und Initiativen neue Freunde kennen. Sie finden eine Heimat, die sie zu Hause oft nicht finden. Viele ältere Menschen müssen selbst betreut werden, andere wiederum werden gebraucht, um ihre Erfahrungen und ihr Wissen in ehrenamtlicher Tätigkeit weiterzugeben.

Bürgermeister Larue ehrte folgende Vereine und Initiativen: Arbeitskreis Soziale Aktionen der St. Angela Schule, Theatergruppe „Die Kunterbunten”, Arbeitsgemeinschaft Cormeilles und ihre Gäste aus der Partnerstadt, Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer der Hausaufgabenhilfe der IG Miesheimer Weg. Folgende Einzelpersonen wurden geehrt: Cäcilie Labroier von der Hospizbewegung Düren, Margot Stollenwerk, Arbeitersamariterbund und Katholisches Forum, Gerta und Christian Krieger, St. Anna Schützenbruderschaft, Brigitte Rothkopf vom Dürener-Gehörlosen-Verein und Peter Vogt vom Seniorenrat der Stadt Düren.

Paul Larue bedankte sich bei allen Geehrten mit Bildern und Blumen. Eine außergewöhnliche Persönlichkeit ist die 95-jährige Margot Stollenwerk, die noch ihren ganzen Haushalt ohne jede Hilfe bewältigt. Dabei betätigt sie sich ehrenamtlich beim Katholischen Forum und beim Arbeiter-Samariter-Bund.

Ein anderes Beispiel: Der 80-jährige Karlheinz Weichert war die letzten sechs Jahre bei der Hausaufgabenhilfe der IG Miesheimer Weg tätig. Jetzt will er etwas kürzer treten. Ab dem neuen Schuljahr hilft er als Mentor an der Paul-Gerhard-Schule einmal in der Woche Grundschülern beim Lesen und Schreiben.

Musikalisch begleitet wurde die Feier von Maximilian Röttgen auf seinem Akkordeon.