Düren: Minister schaut sich das Dürener Licht an

Düren: Minister schaut sich das Dürener Licht an

Dickes Lob vom Minister: „In Sachen Umstellung der Straßenbeleuchtung ist Düren Trendsetter“, hat der NRW-Umweltminister Johannes Remmel dem Dürener Service-Betrieb (DSB) bei einem Kurzbesuch in der „Alten Stadtgärtnerei“ an der Valencienner Straße bescheinigt.

An der 30. Station seiner Tour „ZukunftsEnergieNRW: Orte der Energiezukunft“ bescheinigte Remmel dem DSB „Vorbildcharakter beim Einsparen von Energie“ und bedauerte, dass im Gegensatz zum Düren die Umstellung der Straßenbeleuchtungen auf energiesparende Technik in den NRW-Kommunen nur langsam Fortschritte macht: Derzeit sind erst zwei Prozent auf LED umgestellt.

Dürens Baudezernent Paul Zündorf und DSB-Geschäftsführer Richard Müllejans beschrieben dem Minister und den ihn begleitenden Mitarbeitern des Ministeriums und der EnergieAgentur NRW sowie Landes- und Kommunalpolitikern, wie der DSB schon bald nach Übernahme der Straßenbeleuchtung von den Stadtwerken (SWD) innerhalb kurzer Zeit 60 Prozent der Straßenlaternen auf LED umstellten.

„Wir haben dadurch sehr schnell eine halbe Million Euro an Kosten für den Strom eingespart“, so Richard Müllejans. Die Botschaft vernahm der Minister mit Wohlwollen und sprach von innovativer Kraft, die die Stadt Düren auszeichne. Remmel bedauerte, „dass wir weiträumig noch in einem Beleuchtungsszenarium aus den 60er Jahren leben“.

Damit gab Johannes Remmel ungewollt Richard Müllejans eine Steilvorlage zur Vorlage eines weiteren Projekts. Rund 10 000 Tonnen Holzhackschnitzel fallen jährlich beim DSB an. „Wir würden gerne ein größeres Holzschnitzel-Heizkraftwerk bauen; mit der gewonnenen Wärme könnte das Schwimmbad beheizt und mit dem erzielten Strom die Straßenbeleuchtung zum Nulltarif beliefert werden.“

Die Rekommunalisierung der Straßenbeleuchtung in Düren fand Remmel „ökologisch und ökonomisch beispielhaft“.