Düren/Mülheim: Michael Pütz kann Kai Schäfer beim 1. BC Düren nicht ersetzen

Düren/Mülheim: Michael Pütz kann Kai Schäfer beim 1. BC Düren nicht ersetzen

Die Vorzeichen hätten nicht schlechter sein können. Der 1. BC Düren — ohnehin mit einem dünnen Kader in die Spielzeit gestartet — musste am Bundesliga-Doppelspieltag auf seine Nummer eins im Männer-Einzel verzichten.

Kai Schäfer hatte sich im Abschlusstraining einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen. Aus der Not heraus musste Team-Manager Michael Pütz für das zweite Männer-Doppel in den Kader berufen werden — er spielt sonst mit der Reserve in der Bezirksliga. „Der Sprung in die Bundesliga ist viel zu hoch“, sagte der BC-Vorsitzende Rolf Pütz — und hakte das Doppel seines Sohnes gleich ab. Der Vater lag richtig mit der Annahme: Gegen Refrath (2:11, 6:11, 3:11) und gegen Mülheim (7:11, 1:11, 3:11) ging das zweite Männer-Doppel unter.

Doch Düren konnte sich an diesem Wochenende auf Mark Caljouw verlassen: Er gewann jeweils das erste Einzel, in denen er Kai Schäfer ersetzte. Gegen Refrath schlug der Niederländer überraschend den talentierten Fabian Roth. Weil die Ukrainerin Maria Ulitina nach ihrem Totalausfall in der Vorwoche ihre Stärken aufblitzen ließ und das erste Doppel Ruben Jille/Jelle Maas die Aufgabe gegen Sam Magee/Richard Domke löste (11:9, 5:11, 11:6, 5:11, 11:6), sicherten sich der BC zumindest einen Punkt gegen den Tabellenführer. Mehr war nicht drin, weil Ulitina/Cheryl Seinen dem Refrather Frauen-Doppel Chloe Magee/Carla Nelte unterlag (8:11, 10:12, 8:11), Jille gegen Domke im zweiten Einzel verlor (8:11, 11:13, 9:11) und sich das Doppel Maas/Seinen dem Refrather Mixed Sam Magee/Nelte (8:11, 9:11, 6:11) geschlagen geben musste. 3:4 hieß es am Ende, auch wenn die beiden Teams nur 24 Satzpunkte insgesamt trennten.

Im Auswärtsspiel beim 1. BV Mülheim spielte Caljouw wieder gut, profitierte aber auch von der verletzungsbedingten Aufgabe seines Gegners Niluka Karunaratne im dritten Satz. Das Frauen-Doppel (9:11, 11:7, 9:11, 7:11) und auch das zweite Männer-Einzel (11:13, 8:11, 7:11) gingen verloren. Doch im ersten Männer-Doppel gelang ein 3:1-Sieg (11:6, 11:7, 8:11, 15:14), der im letzten Satz noch einmal zu kippen drohte. „Hätten wir noch einen fünften Satz spielen müssen — ich wäre wohl kurz vorm Herzstillstand gewesen“, meinte Pütz erleichtert.

Dürens Olympionikin Maria Ulitina fuhr einen Dreisatzerfolg (11:1, 11:5, 11:2) ein. Maas/Seinen machte gegen Robin Tabeling/Johanna Goliszewski (11:7, 11:7, 13:11) dann den 4:3-Auswärtstriumph perfekt. „Das war kein Selbstläufer. Uns war schon vorher klar, dass Mülheim Badminton spielen kann. Wir sind überglücklich über die zwei Punkte“, sagte Pütz. Drei Punkte aus zwei „komplizierten Spielen“, wie Pütz sie nannte, helfen den Dürenern als Tabellendritter mit Blick auf die Play-offs weiter.

(kte)
Mehr von Aachener Zeitung