Düren: Metaller kämpfen um Respekt

Düren: Metaller kämpfen um Respekt

Mit einem bundesweiten Aktionstag prangerte die IG Metall am Donnerstag an, dass trotz wirtschaftlichen Aufschwungs kaum sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstehen.

„Acht von zehn neuen Stellen werden befristet, unter Tarif vergütet oder mit Leiharbeitern besetzt”, beklagte IGM-Vertrauensmann Jürgen Müller vor den Toren des Automobilzulieferers Neapco, wo Gewerkschaftler die Leiharbeit symbolisch zu Grabe trugen. Leiharbeit sei nur ein Instrument, Löhne zu drücken, erklärte der IGM-Bevollmächtigte Paul Zimmermann und verwies darauf, dass die Bundesregierung jährlich elf Milliarden Euro aus Steuermitteln für „Aufstocker” aufbringen müsse, deren Verdienst nicht zum Leben ausreicht.

Zimmermann unterstrich, dass die Auseinandersetzung mit Leiharbeit ein Kampf um den Respekt vor der Arbeit und den Menschen sei. „Kreativität und Innovation können sich nicht in einem Klima von Unsicherheit und Angst entwickeln. Sie brauchen stabile soziale Absicherung.”

Und: Wer über drohenden Fachkräftemangel klage, zugleich aber Hochschulabsolventen nur Werksverträge statt sicherer Beschäftigung biete, treibe ein böses Spiel.”

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