Ausschuss in Merzenich bespricht Tempo 30 und Zone 30

Bahn- und Jahnstraße mit Bedarf: Ausschuss bespricht Tempo 30 und Zone 30

Im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Strukturentwicklung stand Mittwochabend die Frage im Raum, an welchen Straßen in Merzenich die Höchstgeschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer begrenzt werden soll.

Die SPD hatte einige Anmerkungen, die zu Ergänzungen am Vorschlag der Verwaltung führten. „Mir geht es nicht um Tempo 30, sondern um Zone 30“, stellte SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Breuer eingangs klar. Deshalb schlug er vor, die Händel- und die Sankt-Laurentius-Straße dem Musikerviertel zuzuschlagen und die dortige Zone 30 zu vergrößern.

Breuer rechnet dort aufgrund der Öffnung der B56n mit einer massiven Zunahme an Verkehr. Auch bei Bahn- und Jahnstraße sieht er den Bedarf an einer 30er Zone. „Bahn- und Jahnstraße haben von der Bauart her den Charakter einer Zone 30 und nicht den von Durchgangsstraßen, deshalb sollten wir daraus definitiv eine Zone 30 machen.“

An Steinweg, Bergstraße und Dürener Straße ist Tempo 30 mit einer abknickenden Vorfahrt am Poolplatz vorgesehen. Sebastian Böttcher (CDU) und Bürgermeister Georg Gelhausen (CDU) riefen einen Passus im Schreiben des Straßenverkehrsamtes an die Gemeinde ins Gedächtnis. Dort heißt es, in einzelnen Straßen seien keine Elemente vorhanden, die eine Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern gewährleisten.

„Hier wären nach einer Erprobungszeit weitere Maßnahmen durch die Gemeinde Merzenich einzurichten“, schreibt die Behörde. Deshalb schlug der Bürgermeister einen Ortstermin mit dem Straßenverkehrsamt vor. „Einigen wir uns jetzt auf die genannten Straßen – wissend, dass wir auch Barrieren einbauen müssen. Aber das entscheiden wir nach der Probephase“, schlug Gelhausen vor.

Die Vorschläge von SPD und Gelhausen hat der Ausschuss einstimmig angenommen und dieses Vorgehen so an den Rat empfohlen. Sobald der zustimmt, geht ein Antrag an das Straßenverkehrsamt. Den ganzen Absprachen konnte Jürgen Feuser, beratender sachkundiger Bürger von „Aktiv für Merzenich“, wenig abgewinnen. An Tempobegrenzungen hielten sich eh nur ein paar Leute, deshalb sei die Diskussion um die Schilder reiner Populismus. Feuser hielt für den besseren Vorschlag: „Statt in Schilder sollte man lieber in ein Dorffest investieren.“

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