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132 Einsatzkräfte bei Großbrand: Abriss der Girbelsrather Mercedes-Halle wahrscheinlich

132 Einsatzkräfte bei Großbrand : Abriss der Girbelsrather Mercedes-Halle wahrscheinlich

Ein großes Feuer beim Mercedes-Nutzfahrzeugzentrum im Merzenicher Gewerbegebiet Girbelsrath hielt am Mittwochnachmittag und bis in die Nacht hinein zahlreiche Feuerwehrkräfte in Atem. Die Halle muss wahrscheinlich abgerissen werden.

Mit zwei Drehleitern, eine davon aus Kerpen, haben 132 Feuerwehrkräfte nur mit einem Außenangriff das Feuer gelöscht. Hereingehen konnten sie nicht, da das Gebäude akut einsturzgefährdet war. Der hintere Teil, die Lagerhalle, in der Lastwagen stehen, wurde dank eines schnellen Eingreifens stabilisiert, sodass das Feuer nicht vollständig auf diese übergreifen konnte, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Aufgrund der massiven Hitzeentwicklung seien Hitzeschäden an Fahrzeugen jedoch nicht auszuschließen.

In der Kfz-Werkstatt im vorderen Bereich wiederum lagerten für eine Werkstatt typische Gefahrenstoffe beispielsweise in Gasflaschen, die immer wieder in Flammen aufgegangen sind. Noch bis in die frühe Nacht waren die Einsatzkräfte mit dem Löschen von Glutnestern im Dach beschäftigt, sagte Einsatzleiter Patrick Harzheim am nächsten Vormittag auf Anfrage unserer Zeitung. Außerdem geht der Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Merzenich davon aus, dass die Halle abgerissen werden muss: „Ich bin kein Statiker, aber die Stahlträger sind derart verformt und verzogen, dass das wahrscheinlich erscheint.“

Am Mittwochabend warnte die Feuerwehr über die App „Nina“ außerdem vor einer „leichten Geruchsbelästigung in den Orten Girbelsrath, Rommelsheim, Binsfeld und Jakobwüllesheim. „Luftgetragene Schadstoffe konnten durch die Feuerwehr nicht nachgewiesen werden“, hieß es in der Warnung von 18.30 Uhr weiter. Trotzdem werde empfohlen, Fenster und Türen zu schließen sowie Klimaanlagen auszuschalten.

Die Warnung der Feuerwehr vor Geruchsbelästigungen wurde gegen 19 Uhr aufgehoben. Auf Nachfrage erläutert Patrick Harzheim am Donnerstag: „Weil die Rauchwolke über die Ortschaften gezogen ist, waren am Mittwoch unsere Messeinheiten unterwegs, um zu prüfen, ob Schadstoffe in der Luft sind.“ Die Einsatzkräfte hätten keine Belastung festgestellt, zur Sicherheit aber dennoch eine Warnung herausgegeben.

Die Nachlöscharbeiten am Donnerstag wurden gegen 21 Uhr erfolgreich beendet und die Einsatzkräfte konnten daraufhin abziehen. Eine Brandwache blieb bis Donnerstagmorgen um 7 Uhr vor Ort. Ermittlungen zur Brandursache wurden aufgenommen, der Schadensort von der Polizei beschlagnahmt. Verletzt wurde niemand.

Gegen 14 Uhr am Mittwoch war der Alarm ausgelöst worden. Die Feuerwehr Merzenich wurde unterstützt von den Einheiten aus Düren, Nörvenich, Langerwehe, Vettweiß, Niederzier, Nideggen und Kreuzau.

(mepo)