Hergarten: Mertenskreuz wird schon 1666 erwähnt

Hergarten: Mertenskreuz wird schon 1666 erwähnt

Wie das Mertenskreuz (im Volksmund besser als „Määrteskrüz“ nach dem Schutzpatron der Hergartener Pfarrkirche St. Martin bekannt) vor Jahren umfallen und zu Schaden kommen konnte, wisse, sagte der Heimbacher Bürgermeister Peter Cremer bei der Einweihung des restaurierten Wahrzeichens, niemand so richtig.

Erwähnt wird dieses Wegekreuz, an der K 25 auf dem Pilgerweg von Hergarten nach Heimbach gelegen, schon 1666. In den vergangenen Monaten wurde das historische Kreuz restauriert und auf einen festen Betonsockel gesetzt, den die Männer des Heimbacher Bauhofs gegossen haben.

Bürgermeister Cremer zitierte in seiner Rede Verse von Josef Schwer, einem Hergartener Lehrer: „Es haben unsere Alten in Dorf und Wald und Feld, auf Höhen und an Wegen gar gern ein Kreuz gestellt.“ Pfarrer Hans Doncks erklärte bei der Wieder-Einweihung des Pilgerkreuzes die Symbolhaftigkeit des christlichen Zeichens.

„Nach christlicher Auffassung“, sagte Pfarrer Doncks, „hat das Kreuz zwei Aufgaben. Es ist einmal Zeichen des Leidens und zum anderen ein Zeichen des Sieges über Sünde und Tod.“ Das Kreuz verbinde horizontal Himmel und Erde, vertikal sei es Zeichen der Kommunikation für den ganzen Erdkreis. Nach der Einweihung neu errichteten Kreuzes setzte die Pilgergruppe aus Hergarten ihren Weg nach Heimbach zu Maria, der Schmerzhaften Mutter Gottes, fort.

(bel)
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