Nideggen: Mensch und Tier werden eins mit dem Ursprung

Nideggen: Mensch und Tier werden eins mit dem Ursprung

Im ägyptischen Schöpfungsmythos entsprang das Leben unseres Planeten in einem Urchaos, das vergleichbar mit der heutigen Abstraktion der „Ursuppe” ist, in der durch viele verschiedene Einflüsse die Grundbausteine des Lebens entstanden. Unter dieser Assoziation steht auch die Bilderausstellung „Chaos Man” von Angelica Fernandez, die im Dürener Tor in Nideggen zu sehen ist.

Die in Köln geborene Künstlerin präsentiert in ihrer Ausstellung Werke, die auf das Leben übertragen werden können und viel mit Gefühlen zu tun haben. Dies betonte auch Peter Esser, der Vorsitzende des Kunst- und Museumsverein Nideggens, in seiner Eröffnungsrede: „Es geht um das Hier und Jetzt, es geht um Schmerzen und Freude. Alles ist ewig.” Dazu sagte die Künstlerin selbst, dass in der Mythologie das Leben im Schlamm beginne und ende, und genau das mache es ewig.

All diese Aspekte kommen in den ausgestellten Werken sehr gut zur Geltung: Die Motive, ob Tier oder Mensch, verschmelzen mit den Farben, mit dem Urchaos; und auch nach längerem Betrachten eröffnen sich dem Besucher in den großen und kleinen, viereckigen und dreieckigen Bildern immer noch mehr Details, die wunderbar in die Farbwelt eingebettet sind. Die Konturen gehen in fließenden Übergängen ineinander über, wobei nur das der Künstlerin Wichtige genauer nachgezeichnet ist.

„Es ist toll, dass wieder Farbe in diese Ausstellungsräume einkehrt”, sagte Margit Göckemeyer, die Bürgermeisterin von Nideggen, zum Abschluss. „Diese Ausstellung ist sehr interessant und ein Highlight, das am Wochenende zu besichtigen ist.”

Die Werke sind noch bis Sonntag, 9. Mai, jeweils dienstags und donnerstags von 14 bis 18 Uhr, und samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr ausgestellt.

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