Simonskall: Melodien gegen den Verfall des Gotteshauses

Simonskall: Melodien gegen den Verfall des Gotteshauses

Was tun, wenn das Bistum kein Geld für die Sanierung eines Gotteshauses hat? In absehbarer Zeit, so prognostizieren Experten, werde das Dach der Marienkapelle in Simonskall so undicht, dass die Figuren, die Bänke und der Altar in Sicherheit gebracht werden müssten.

Doch zum Glück gibt es immer wieder Menschen, die diesem Verfall entgegenwirken. Schon vor Jahren fanden sie sich zum „Arbeitskreis Marienkapelle” zusammen, der sich um das kleine Gotteshaus in Simonskall kümmert.

Berthold Rüttgers, Sprecher des Arbeitskreises, und seine Mitstreiter organisierten in diesem Jahr Benefizkonzerte, von denen das dritte am vergangenen Sonntag von Syl´n´Dan und Band bestritten wurde. Rüttgers hofft, dass durch die Aktionen am Monatsende das Geld für eine Sanierung zur Verfügung steht.

Sylvia (Syl) Noel, Gesang und Querflöte, und Daniel (Dan) Wiegand, Gitarre und Gesang, kennen die Kapelle von früheren Konzerten. Noel bedankte sich dafür, dass sie dieses Benefizkonzert spielen dürfe, denn der „Kirchenraum vermittle ihr jedes Mal eine heilige Schauer”.

Das gut einstündige Programm war eine Mischung von einfühlsamen Duo-Auftritten und Songs mit Band - an den Trommeln Andreas Wohlfahrt, am Bass Werner Fink.

Die vier Musiker nahmen die Gäste auf den Kirchenbänken mit auf eine Reise durch Europa, Amerika, Neuseeland und Indien. In den Eigenkompositionen mit deutschen, englischen und französischen Texten erlebten die Menschen Melodien voller Gefühle und Sehnsüchte. Liebe, Leichtigkeit und Lebenslust klangen aus jedem Song, waren hör- und sichtbar. Die vier Musiker im Altarraum hatten Spaß und Freude an ihrem Tun. Und diese Atmosphäre übertrug sich recht schnell auf das Publikum, zauberte ein Lächeln in jeden Augenwinkel.

Als kleine Unterbrechung verlosten Syl´n´Dan zwei ihrer neuesten CDs.