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„Black Lives matter“: Mehr als 100 Menschen demonstrieren gegen Rassismus

„Black Lives matter“ : Mehr als 100 Menschen demonstrieren gegen Rassismus

Das Dürener Bündnis lud dazu ein, auf dem Marktplatz ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Über 100 Menschen kamen.

„Was muss noch passieren, bevor der letzte aufwacht und begreift, dass Menschenwürde und Menschenrechte keine Frage von Herkunft, Hautfarbe oder Religionszugehörigkeit sind?“ Saffet Akkas fand klare Worte in seiner Rede bei der Demonstration gegen Rassismus, die das Dürener Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt am Freitagabend auf dem Marktplatz organisiert hat.

Die Schweigeminute, während der manche Teilnehmer auf die Knie gingen, dauerte acht Minuten und 46 Sekunden. So lange befand sich laut der Anklage das Knie des Polizisten insgesamt auf dem Hals von George Floyd, was seinen Tod verursachte. Obwohl Floyd ohnmächtig wurde, ließ der Polizist sein Knie noch zwei Minuten und 53 Sekunden dort. Erst eine Minute nach Eintreffen des Krankenwagens nahm er es weg. Foto: Anne Schröer

Mehr als 100 Leute waren gekommen oder haben sich spontan angeschlossen, um sich mit den anderen Protesten seit dem gewaltsamen Tod des Amerikaners George Floyd am 25. Mai, solidarisch zu zeigen. 

„Ich hatte mit weniger Teilnehmern gerechnet“, sagte Organisator Thomas Isecke. Er wünschte sich, „dass die Menschen mit Rassismus noch bewusster umgehen, als sie es vielleicht eh schon tun, dass sie ihre Konsumentscheidungen überdenken und Druck auf ihre politischen Vertreter ausüben.“

(asc)