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Louisa Jahn bei den Benelux Open

Karate : Louisa Jahn in Amsterdam erfolgreich

Louisa Jahn aus Düren hat einen Traum: Sie möchte irgendwann zu den Olympischen Spielen. Bei den Benelux Open zeigte sie jetzt wieder ihre Klasse.

Amsterdam ist im Karatesport traditionell zum Frühjahrsbeginn Austragungsort der Benelux Open, in der Szene mit das herausragende Event für die Elite der Karate-Nachwuchssportler. So war es keine Überraschung, dass die NRW-Kaderathletin Louisa Jahn (Karate-Akademie Düren/Bushido Köln) in der Kategorie Kata (Formenwettkampf) U16 weiblich an den Start ging, um sich mit 173 Sportlern aus 13 Nationen, unter anderem aus Schottland, Norwegen und dem Iran, zu messen.

Nach einer früheren Anfahrt, die von heftigen Sturmböen auf der Autobahn begleitet wurde, sollte es für Louisa Jahn auf der Wettkampffläche nicht minder aufregend zugehen. In ihrer Klasse waren 36 Teilnehmer gemeldet, aber Louisa wurde ausgerechnet dem Pool mit den meisten Teilnehmern aus den Niederlanden zugelost.

So hatte sie nicht nur mit den Konkurrentinnen zu tun, sondern auch mit der Zuschauerkulisse, die frenetisch ihre Heimsportlerinnen anfeuerte. Doch die Devise von Louisa lautete: „Wenn man aufs Siegerpodest will, ist es egal, wer der Gegner ist!“ So mental gestärkt, gewann sie ihre drei Vorrundenkämpfe und erreichte mit einem grandiosen Kampf gegen die bärenstarke Lisa Wu aus Utrecht das Halbfinale, wo es allerdings dann nicht mehr weiterging. Trotzdem war sie mit der Bronzemedaille hochzufrieden.

Schadlos hielt sie sich dann mit ihrem Team von Bushido Köln, wo sie sich den 1. Platz sichern konnte.

Louisa lobt und liebt Karate. Bereits mit fünf Jahren hat sie sich diesem Sport verschrieben. Ihr erster Lehrmeister war Klaus Schomann (Karate-Akademie Düren), bevor sie dann in das Team von Bushido Köln wechselte. Louisa trainiert in der Regel vier bis fünf Mal in der Woche. Vor großen Sportereignissen sogar sechs Mal. Zuletzt fand in Duisburg drei Mal ein Training mit der Landestrainerin Sharzad Mansouri statt.

Gefeilt wird dabei unter anderem an Koordination, Ausdauer, Konzentration, Taktik, Schnelligkeit und mentaler Stärke. Auch das Krafttraining darf nicht zu kurz kommen. Grund genug für dieses harte Training hat sie, schließlich wird Karate ab 2020 zur Olympischen Disziplin – ein Ziel, das Louisa gerne erreichen würde.