Düren: Los entscheidet übers Merkener Direktmandat

Düren: Los entscheidet übers Merkener Direktmandat

Am Abend der Kommunalwahl hieß der Wahlsieger in Merken Helmut Sieger. Der SPD-Kandidat hatte den Wahlbezirk mit dem hauchdünnen Vorsprung von einer Stimme vor CDU-Kandidat Wilfried Prescher gewonnen.

Fünfeinhalb Monate, einen CDU-Protest, einen Nachzähltermin und eine Verlosung später heißt der Sieger wieder: Helmut Sieger. Im Rathaus wurde das Merkener Ratsmandat Mittwochabend per Losverfahren vergeben - und das Glück entschied sich für den Sozialdemokraten.

Nötig wurde das selten angewandte Losverfahren, nachdem die CDU nach dem knappen Wahlausgang in Merken Protest eingelegt und dabei Verfahrensfehler bei der Auszählung im Merkener Wahllokal beklagt hatte. Im Wahlprüfungsausschuss wurden die versiegelten Umschläge mit den Merkener Stimmzetteln geöffnet, es wurde nachgezählt - und nun waren es plötzlich genau so viele CDU- wie SPD-Stimmen.

Am Mittwoch nun musste Wahlleiter Harald Sievers Glücksfee spielen. Er griff in eine Box und erwischte den Briefumschlag, der einen Zettel mit dem Namen Helmut Sieger enthielt. Im Stadtrat bleibt damit alles beim Alten. Sieger gehörte dem Parlament bereits an, weil er über die Reserveliste der SPD eingezogen war, bei der CDU muss Reservelistenkandidatin Helga Ruhm nicht dem Merkener Wilfried Prescher weichen.

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