„Düren leuchtet“: Lichterspektakel lockt wieder die Massen

„Düren leuchtet“ : Lichterspektakel lockt wieder die Massen

Ein Videoprojektion ist der Höhepunkt der 13. Auflage von „Düren leuchtet“. Die ganze Innenstadt strahlt in bunten Farben und lockt damit wieder tausende Besucher zur langen Einkaufsnacht.

Kurz nach 19 Uhr atmete Organisator Michael Linn tief durch. Nachdem das Eröffnungsfeuerwerk der 13. Auflage von „Düren leuchtet“ trotz heftiger Windböen wie geplant abgebrannt worden war, zog auch die Videoprojektion „150 Jahre Stadtgeschichte“ die Besucher auf dem Marktplatz in ihren Bann.

Musikalisch passend untermalt, mal dramatisch, mal beschwingt-fröhlich, flimmerten Bilder vom alten Düren, der fast vollständigen Zerstörung am 16. November 1944 und der Gegenwart über die Fassade des Bürgerbüros. Doch danach hatte es am Freitag lange Zeit nicht ausgesehen. Bei der Probe waren die Fenster des ehemaligen Stadtsparkassengebäudes nicht verdunkelt, die elektrischen Rollos spielten nicht mit. Die Lösung: Jedes der rund 60 Fenster wurde mit einer Papierbahn abgeklebt. „Gottseidank haben wir das gemacht“, erklärte Linn am Abend. „Bei den Böen hätte die Elektrik die Rollos ohnehin automatisch hochgezogen, um Beschädigungen vorzubeugen.“

Schon lange vor dem offiziellen Beginn waren die Besucher in die Innenstadt, die Bars, Cafés und Geschäfte geströmt. Und der Andrang hielt bis weit in den Abend hinein an, zog Michael Linn von der städtischen Wirtschaftsförderung Win.DN am Ende nach Rücksprache auch mit Vertretern der Cityma ein positives Fazit, auch weil das Wetter mitspielte. „In einigen Geschäften war es zwar leerer, für viele Händler ist und bleibt ‚Düren leuchtet’ aber der umsatzstärkste Tag des Jahres.“ Der frühe Termin – 9. und 16. November fielen wegen der Jahrestage von Reichspogromnacht und Luftangriff auf Düren aus – entpuppte sich nicht als Nachteil.

Geschätzt 80.000 Euro lassen sich die Einzelhändler, Gastronomen, zahlreiche kleinere Sponsoren, Stadtwerke, Sparkasse und Dürener Service Betrieb das bunte Spektakel und die Werbung für die Einkaufsstadt Düren kosten. So leuchtete wieder die ganze Innenstadt – vom Turm der Annakirche, übers Rathaus und Museum bis zum Stadtcenter. Fantasievolle Stelzenläufer, eine überlebensgroße Transformers-Figur, vor allem aber die vielen Herzbögen wurden zum heiß begehrten Fotomotiv, während auf der Schenkelstraße THW, DLRG und verschiedene Rettungsdienste wieder eine Blaulichtmeile aufgebaut hatten.

Keine Frage: Nach dem Erfolg der 13. Auflage von „Düren leuchtet“ wird es im kommenden Jahr auf jeden Fall die 14. geben, „wahrscheinlich am 7. November“, kündigt Michael Linn. Und dafür will der Organisator auch noch einmal das Konzept überarbeiten. Von einer ähnlichen Veranstaltung in Berlin hat er die eine oder andere Idee mitgebracht. „Aber natürlich wird sich nicht alles ändern.“

Mehr von Aachener Zeitung