Düren: Lessing auf dem Laptop

Düren: Lessing auf dem Laptop

Über stationäre Computer verfügt das Dürener Rurtal-Gymnasium in einem Computerraum. Dieser Raum ist hoch frequentiert, so dass die Arbeit mit und an den Computern mit Hindernissen verbunden ist.

„Jetzt haben wir hierfür eine intelligente Lösung gefunden”, sagte Oberstudienrat Andreas Ritter. Mithilfe der Stadt Düren und des Fördervereins der Schule wurden 15 Laptops angeschafft und in einen fahrbaren Schrank verpackt. Ursprünglich waren die Geräte für die Mittagsbetreuung gedacht, aber warum sollten sie nicht auch gewinnbringend in den Unterricht eingebaut werden?

„Wir betrachten die Computer als kreative Werkzeuge, die die Arbeit der Schüler in der Schule und zu Hause erleichtern”, erklärte Ritter. Planloses Surfen ist da nicht angebracht. Ritter bereitet seinen Deutsch- und Musikunterricht auf dem Computer vor und stellt das Material und die zugehörigen Arbeitsaufträge ins Netz. Die Schüler können die Seiten dann in der Schule und am Schreibtisch zu Hause abrufen. Hiermit wird die individuelle Interaktion aller Beteiligten gefördert. „Computer und Laptops ermöglichen eine fruchtbare Kommunikation auf kurzen, schnellen Wegen”, stellt Oberstudienrat Ritter fest. Übrigens gebe es kein Fach, indem Computer nicht eingesetzt werden könnten.

Bessere Kommunikation

An diesem Morgen arbeitet der Deutschlehrer mit einem Grundkurs Deutsch der Jahrgangsstufe 12. „Die Ringparabel” aus „Nathan der Weise” von Lessing steht auf dem Programm. Die 26 Schüler arbeiten paarweise intensiv an den Laptops.

Ob ihnen die Arbeit mit den Computern etwas bringe? Bach-Ngan Nguyen und ihre Nachbarin Karolina Buballa sind da einer Meinung. „Verpasstes Unterrichtsmaterial wegen Krankheit kann schneller aufgearbeitet werden, die Kommunikation zwischen unseren Mitschülern und dem Lehrer ist effektiver”, sagen sie unabhängig voneinander.

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